“back to the roots”

Ab morgen wird sich alles ändern! Ab morgen wird Mia das Krippenkind von berufstätigen Eltern sein, denn ab morgen werde ich wieder arbeiten.

Ich freue mich schon ungemein darauf, zumal ich ja auch sehe, wie gut es Mia ist der Krippe gefällt und wie gut es ihr dabei auch geht. Ich bin auch schon ein wenig aufgeregt, denn ich werde entgegen der eigentlichen Planung einen neuen Job bei einer neuen Firma anfangen. Eigentlich war nach Mias Geburt geplant, dass ich nach ca. einem Jahr Teilzeit wieder bei meiner bisherigen Firma anfange, mir wurde zugesagt, dass meine bisherige Stelle freigehalten wird. Blöd, dass ich mir das nicht hab schriftlich geben lassen, denn als es an der Zeit war, alles zu planen, war meine Stelle angeblich gestrichen worden, was mir aber zu keinem Zeitpunkt je mitgeteilt wurde. Mir wurde zwar eine andere Stelle angeboten, doch das wäre eine Tätigkeit gewesen, die mich total unglücklich gemacht hätte. Und ich bin der Meinung, wer in seinem Job unglücklich ist, der kann auch kein vernünftiges Ergebnis abliefern. Außerdem war der Gehaltsvorschlag, den sie mir gemacht haben, meiner Meinung nach nicht realistisch: Man darf nicht vergessen, ich habe vor 10 Jahren bei der Firma mit einer 4-Tage-Woche (das entspricht 32-Wochenstunden) begonnen, habe mittlerweile ein erfolgreich abgeschlossenes Abendstudium gemacht und hätte jetzt (10 Jahre später) für eine 30-Stunden-Woche in etwa € 50,- mehr Gehalt bekommen. Außerdem wäre ich auch für 2008 nicht in die allgemeine Gehaltserhöhung mit reingerutscht, weil ich ja das vergangene Jahr nichts zum Betriebsergebnis beigetragen habe. Trotz alle dem habe ich lange, lange überlegt, abgewogen… und mich entschieden, mal einfach zu gucken, was der Markt so hergibt und welchen Marktwert ich habe, obwohl ich nur Teilzeit arbeiten möchte. Klar, man muss ganz klar sagen, dass weniger Teilzeit-Stellen ausgeschrieben werden und vielleicht auch viele, für die ich überqualifiziert bin, aber meine Prioritäten liegen einfach mittlerweile woanders: Bei meiner kleinen Familie zu Hause!
Somit habe ich bei meiner bisherigen Firma den angebotenen Job abgesagt (aber natürlich nicht gekündigt, bin ja noch in der Elternzeit) und mich nach etwas Neuem umgesehen. Und eigentlich ging es recht schnell, denn nach insgesamt 5 Bewerbungen, hatte ich zwei Zusagen und konnte mir jetzt noch aussuchen, wo ich hinwollte. Entschieden habe ich mich jetzt für die direkte Konkurrenz meiner bisherigen Firma, nicht aus Rachegründen, sondern weil der Arbeitsweg ideal ist (keine 10 Minuten zu Fuß) und weil mittlerweile dort auch einige Kollegen aus der alten Firma sind, was mir persönlich ein Sicherheitsgefühl gibt und ich so nicht total ins kalte Wasser springe. Außerdem stimmt die Bezahlung.

Wenn alles so wird, wie ich mir das vorstelle und wünsche, dann kann ich nur sagen: Danke h*** [alte Firma], für den Tritt in den Hintern, mich nach 10Jahren nach etwas Neuem umzusehen und vielleicht schätzt man mich und meine Qualifikationen hier mehr als bisher.

Außerdem ist mein eigener Chef selber 2facher Papa und kann eventuelle Probleme zu Hause mal eher verstehen. Das soll nicht heißen, dass ich Mia als Dauerausrede verwenden möchte, aber ich denke es gibt immer unvorhersehbare Probleme, die am besten andere Eltern verstehen, nachvollziehen können, und bei der alten Firma wäre ich eine kinderlose und kinderverständnislose Abteilung gekommen, somit hat’s mich jetzt besser erwischt.

Ich habe Angst und Respekt vor morgen, aber ich freue mich auch. Ich lasse mir auch von niemandem einreden, ich wäre eine Rabenmutter, weil ich mein Kind tagsüber weggebe, denn es tut ihr und mir gut. Mamas sind als Arbeitnehmerinnen nicht minderwertiger, sondern bringen vielleicht sogar mal mehr Geduld und Engagement auf, denn sie haben wie ich jetzt über ein Jahr das Megaprojekt „MIA“ hervorragend gemanagt.

Klar, ich habe noch nicht angefangen, zu arbeiten, aber ich denke, jeder der mit dem Gedanken spielt, sollte es versuchen, denn nur eine glückliche Mama hat ein glückliches Kind. Vielleicht hilf auch dieses Buch dem ein oder anderen, denn mir hat es die Augen noch ein Stück geöffnet und mir klar gemacht, dass ich definitiv kein schlechtes Gewissen haben muss, weil ich den Wunsch habe, wieder arbeiten zu gehen: go … Wiedereinstieg nach der Elternzeit

One Response to ““back to the roots””

  1. Britta sagt:

    Liebe Bloggingmama, das hast du wieder mal schön geschrieben. Pfeife auf den alten Arbeitsplatz und freue dich auf das Neue. Ich wünsche dir einen guten Start und natürlich viel Spaß, denn das muß sein! Und nein du bist keine Rabenmutter, im Gegenteil. Du kümmerst dich darum das deine Tochter versorgt ist und Spielkameraden hat. Das ist viel schöner für Mia als immer „nur“ mit Mama spielen. Du weißt wie ich es meine. Sei ganz lieb gegrüßt 🙂 Britta

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