In ganz eigener Sache

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Mia geht in den Hort, Anton bald in die Kita… und ich? Ich habe in weiser Voraussicht 2 Jahre Elternzeit beantragt. D.h. Ich würde nach der Krippeneingewöhnung noch knapp ein halbes Jahr zu Hause sitzen, was natürlich vollkommener Quatsch ist. Sicher mag die ein oder andere Mama das toll finden, aber mein Ding ist das nicht. Jetzt ist nur die Frage, was tun. Will mich eigentlich meine alte Firma noch? Will ich da noch hin? Ich würde mal sagen, wir sind etwas unschön auseinander gegangen, als der Mutterschutz anstand. Der Fairness halber habe ich meiner Abteilungsleiterin gesagt, dass ich mit 2 Kindern es nach dem Mutterschutz nicht mehr schaffen werde, dass ich 30 Stunden arbeite. Zusammen mit meiner chronischen Erkrankung, die mir an einigen Tage sehr zusetzte, war es manchmal schon mit Mia ein Balance-Akt. Ich habe angedacht, dass ich voraussichtlich 20 eventuell 25 Stunden arbeiten werde. In diesem Gespräch wurde mich dann ziemlich deutlich gesagt, dass man mich dann in der Abteilung nicht mehr brauchen kann. Alles schön und gut, dachte ich, als ich im September 2013 in Mutterschutz ging. Als ich dann aber im Frühjahr erfahren habe, dass meine Stelle (allerdings unter einem anderen Titel und einem etwas abgeänderten Arbeitsfeld) sehr wohl neu besetzt wird, dachte ich mir noch nichts. Der Knaller kam dann aber: Die neue Kollegin arbeitet 25 Stunden! Und der Oberknaller ist auch noch, dass es jemand ist, den ich kenne. ICH FÜHLE MICH ALSO ZIEMLICH VERARSCHT.
Naja, ändern kann ich es nicht, schliesslich muss mir die Firma ja wieder einen gleichwertigen Job geben. Aber was ist ein gleichwertiger Job… Ansichtssache. Dann stand das letzte Weihnachtsfest vor der Türe und auch die entsprechende Weihnachtsfeier. Immer wurden die Kolleginnen eingeladen, die im Mutterschutz waren. Aber ich als „abteilungslose“ Mitarbeiterin, die 5 Jahre dort gearbeitet hat, wurde schlichtweg vergessen.
Tatsächlich stehe ich hinter der Firma, aber das trübt das Vertrauensverhältnis ziemlich, zumal alles an sich sehr familiär ist oder vielleicht doch war, wir sind schliesslich nur 70 Mitarbeiter.
Und bei den Gefühlen, die mir da durch den Kopf und Bauch gehen, überlege ich schon: Wollen die mich noch?
Und um dieses gräßliche Gefühl loszuwerden, habe ich mich erstmal in mein Hobby gestürzt: Ich nähe alles mögliche für mrin Leben gern. Mia hat noch nie ein gekauftes Faschingskostüme besessen. Ihre Dirndl sind aus meiner „Handarbeitswerkstatt“ und so vieles mehr. Ich mache Kuscheltiere, Schnullerketten… eigentlich ist für jeden etwas dabei. Und nun produziere ich, wenn Anton Mittagsschlaf macht und beinahe jeden Abend, damit mein Sortiment größer, vielfältiger wird. Demnächst darf ich auch ausstellen, aber davon erzähle ich dann in einem neuen Blogeintrag (will es ja spannend halten).
Auf jeden Fall darf meine bisherige Firma erstmal auf mich warten. Gefühlt würde ich auch sagen: Grad brauchen sie mich nicht und ich sie auch nicht.
Und so ist seit vergangener Woche mein Online-Schop online und ich hoffe auf viele Bestellungen, aber auch Ideen oder auch Zuspruch 🙂
Hier findet ihr mich: www.MamaMiaMa.de

 

Und zu guter Letzt muss ich einfach eine andere Bloggerin zetieren:

Das Beste für alle….nur nicht für die Karriere!

Ich will das Beste für mein Kind: tolle KiTa, perfekt verlaufende Eingewöhnung, noch ein wenig Familienzeit, zufrieden, vor allem gesund!

Ich will das Beste für uns Eltern: einen Alltag ohne Dauerstress und schlechtes Gewissen, ein Leben, dass nicht gerade finanziell am Limit läuft

Ich will das Beste auf der Arbeit: mich in die Projekte einbringen, die mir wichtig sind und gute, qualitativ hochwertige Arbeit abliefern.

 

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