Projekt „Schnippsie 2“ = Sternchen

 

Frühjahr 2012: Mit Mias Geburt stand eigentlich nie zur Diskussion, dass es irgendwann mal ein Geschwisterchen geben wird. An sich war klar, dass sie ein Einzelkind bleibt, unsere Prinzessin. Doch mittlerweile ist Mia noch 4 Jahre alt, und dass sie ein Einzelkind bleiben soll, ist ein Gedanke, der mir gar nicht mehr so gut gefällt. Was ist, wenn wir als Eltern mal nicht mehr sind? Wäre es da nicht schön, wenn noch ein Familienmitglied da wäre? Olli hat eine ältere Schwester, mit der er sich nie wirklich verstanden hat, er hat sogar seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr.

Mehr und mehr kam für mich der Gedanke auf, wenn doch noch einen Bruder oder eine Schwester, dann sollte das nicht mehr zu lange auf die lange Bank geschoben werden, denn sonst ist der Altersunterschied zu enorm, außerdem möchte ich persönlich keine 40jährige Mutter sein. Ich weiß, es gibt viele, und sie sind ganz sicher keine schlechteren Mütter, aber ich für mich möchte das nicht, auch nicht für das zweite Kind.

Doch Olli war immer noch auf dem Standpunkt, dass Mia ein Einzelkind ist und bleiben wird.  Ich wollte ihn nie unter Druck setzen, hab ihm meine Bedenken zum Einzelkind-Dasein von Mia ans Herz gelegt. Immer mal wieder haben wir über das Thema gesprochen, doch da Olli selber so ein unglaublich schlechtes Verhältnis zu seiner Schwester hat, wollte er niemals Mia mit einem Geschwisterchen „belasten“. Ich denke auch, dass es zwischen Geschwistern stimmen und funktionieren kann, oder halt auch nicht. Man muss da ja nichts erzwingen. Aber ist es nicht wirklich schöner, wenn die Eltern mal nicht mehr leben, wenn man noch einen direkten Verwandten hat, vor allem wenn man sich mit demjenigen versteht. Und wenn nicht, dann kann man sich ja einfach weiterhin aus dem Weg gehen.

An meinem 35. Geburtstag im Juni 2012 hat mir Olli gesagt, dass er sich doch sehr wohl einen Bruder oder eine Schwester für Mia vorstellen kann..

Tja, da würd man denken, los geht’s an die Produktion!!!! Nein, so einfach ist das bei uns nicht. Ich bin starke Rheumatikerin, nehme seit über 10 Jahre (mit der einzigen Unterbrechung der Schwangerschaft und Stillzeit von Mia) unterschiedlichste Rheuma-Medikamente. Diese müssen erstmal aus dem Körper raus, laut meiner Ärztin dauert das in etwa ein halbes Jahr.  D.h. ich darf auch auf keinen Fall schwanger werden, da das Kind extrem geschädigt wäre. Ich könnte eine Ausschleichung der Medikamente natürlich mit entsprechenden Medikamente vornehmen, dann ginge es wesentlich schneller, wobei das eine ziemlich Tortur für den Körper ist. Ich habe mich für die schonender Variante entschieden, in dem ich meine Medikamente abgesetzt habe. Als Zeitpunkt habe ich unsern ersten Urlaubstag, den 24. August 2012 gewählt, weil es mir im Urlaub mit meinen Rheumabeschwerden grundsätzlich viel besser geht. Das liegt mit Sicherheit an der Entspannung und auch am Klima, da wir ja in Frankreich und nur am Meer unterwegs waren.

Das Halbe Jahr war somit im Februar rum. Und ab da hiess es: Jetzt passen wir einfach nicht mehr auf!!! Wenn’s klappt, dann schön, wenn nicht, dann müssen wir den Plan B (den es aber nicht gab) angehen. D.h. zwischen Entscheidung, dass es ein Geschwisterchen geben soll und der „Produktion“ lag über ein dreiviertel Jahr. Wer weiss, wie lang das dauert. Irgendwie hab ich dann doch schon ziemlich Bedenken bekommen und hatte mir ganz fest eingebildet, dass es eh nicht mehr klappt, weil ich zwischenzeitlich viele und starke Rheuma-Medikamente genommen haben, mit welchen ich meinem Körper sicher nichts gutes getan haben.

Nach zwei negativen Schwangerschaftstest, war ich sicher, dass mein ganzer Zyklus ziemlich durcheinander war. Aber warum bekomme ich meine Tage nicht? Also habe ich dann am 15. März 2013 doch noch einen driten Test gemacht, hier das Ergebnis:

Legende: linkes Fenster:
Stich: nicht schwanger
Kreuz: schwanger

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