Traummonster sind für ein zartes Gemüt nichts

 

Heute war Mia das erste Mal im Kino. Wir als Eltern fanden es unglaublich schwer, einen passenden Film zu finden. Er sollte altersgerecht, kein allzu grosser Blödsinn, nicht zu lange laufen und ihr bis sie gross ist in Gedanken bleiben. Ich weiss auch noch meinen ersten Kinofilm! Bernhard und Bianca – Die Mäusepolizei! Und bei so einem kritischen Kind ist das wirklich schwer. Pumuckl mag sie nicht, weil der Pumuckl so schnell redet und Meister Eder so viel schimpft. Wickie hat so komische Freunde. Die Sandmännchen-Geschichten sind ihr zu fad, die Geschichten der „Kleinen Prinzessin“ kommen Mama und Papa schon wieder zu den Ohren raus… Welche Bücher mag sie? Aha, Lauras Stern! Wie passend, dass es da jetzt einen Film gibt, der ganz gut Bewertungen hat. Also, sind wir Sonntag Nachmittag ins Kino. Wir haben ihr im Vorfeld erklärt, dass das Kino sowas wie ein ganz grosser Fernsehr ist, dass es dann dunkel gemacht wird und auch noch andere fremde Menschen zusehen. Tatsächlich hat sie sich aber wohl irgendwas anderes vorgestellt, aber was, wissen wir bisher nicht. Und dann auch noch der Film. Die bisherigen Geschichten waren ja alle ziemlich harmlos und auf einmal sind da Traummonster. Wir müssen zugeben, dass ihr Gemüt dafür wirklich zu zart ist. Denn schon als das erste Traummonster auftauchte, fing sie an zu schreien und zu weinen. Ich bin dann raus mit ihr und hab ihr erklärt, dass das nicht echt ist, und dass sie sich das natürlich nicht fertig ansehen muss, dass wir heimfahren können. Aber das wollte sie nicht, sie wollte letztendlich doch wissen, wie es ausgeht und hat sich tapfer den Film angesehen und einfach weggesehen, wenn es ihr zu gruselig wurde.

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