23. Mai 2007: Geburtsvorbereitung die Fünfte

Was ist eigentlich das Wochenbett?

Als Wochenbett bezeichnet man die Zeit ab der Nachgeburt, das ist bis zu 6–8 Wochen nach Geburt des Kindes. Während dieser Zeit erholt sich die Mutter von Schwangerschaft und Geburt: Die Gebärmutter und andere Organe bilden sich zurück, die Haftstelle des Mutterkuchens, welche regelrecht eine Wunde in der Gebärmutter gerissen hat, heilt unter Absonderung des Wochenflusses ab. Bei stillenden Müttern beginnt innerhalb von 3–4 Tagen die Bildung von Muttermilch, vorher kommt lediglich Vormilch, diese ist fett- und kalorienreicher. Eventuelle Geburtsverletzungen (Dammschnitt oder –riss) heilen in der Zeit des Wochenbettes.

Die Beziehung zwischen Kind und Mutter entsteht und entwickelt sich. Zentrale Themen für Mutter und Kind sind in der ersten Zeit meist die Gewöhnung an das Stillen, der Schlaf- und Trinkrhythmus des Kindes und allgemein seine Zufriedenheit.

Die Wöchnerin bedarf, insbesondere im Frühwochenbett (1.–10. Tag nach der Geburt), besonderer Ruhe und Pflege. Sie sollte keinerlei körperliche Arbeit verrichten, sondern sich voll auf ihr Neugeborenes und sich selbst konzentrieren. Deshalb besteht auch seit 1952 in Deutschland im Rahmen des Mutterschutzgesetzes ein absolutes Beschäftigungsverbot für Mütter in den ersten acht Wochen nach der Niederkunft.

Früher sollten die Frauen auch die ersten 10 Tage nach der Geburt im Bett bleiben, doch dies macht man nicht mehr, da keine Gefahr besteht, wenn man gleich nach der Geburt schon aufsteht.

Aber man darf nicht vergessen, dass auch der frisch gebackene Vater mehr oder weniger im Wochenbett ist. Denn auch für ihn verändert sich viel, zwar nicht hormonell, aber schließlich ist man ja jetzt zu DRITT!

Und ein wenig mehr darüber und die Geburt selbst wird Olli am kommenden Freitag beim Partnertag des „Hechelkurses“ von der Hebamme mit auf den Weg bekommen.

Es ist schön, dass einem so ein Kurs angeboten wird, denn sich das Wissen nur über Bücher anzueignen, ist nicht wirklich befriedigend, mit ein paar Gleichgesinnten seine Probleme, Ängste auszutauschen und von einer erfahrenen Hebamme Tipps auf den Weg in den Kreißsaal zu bekommen, ist schon wesentlich besser, auch für die werdenden Väter.

Und wenn mir die Tipps dann auch noch helfen, weniger Angst vor der Geburt zu haben und sie mir gegebenenfalls sogar erleichtern, dann hab ich sicher nichts falsch gemacht.

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