Archive for Dezember, 2015

Was Kranksein angeht, streiche ich das Jahr 2015…Jammerzeit

Sonntag, Dezember 27th, 2015

virus

Ja, ja, ich weiss! Man sagt immer, dass 10-12 Erkältungen im Jahr vor allem bei Krippenkindern ganz normal ist. Aber das toppen wir, zumal wir ja nicht nur Erkältungen und Schnupfen habe, sondern allen anderen Sch… auch noch mitnehmen. Wenn irgendwo ein Virus oder Bakterium herumschwirrt, dann kommt es ganz sicher zu uns.

Gefühlt waren wir als Familie das Jahr 2015 mehr krank als gesund. Ich sag ja immer die Definition von Familie ist: „Einer krank, alle krank! Und am besten die Kinder schon auf dem Weg der Besserung oder beinahe gesund, wenn man als Eltern komplett flach liegt… im schlimmsten Fall zu Zweit!“.

Angefangen hat es ja schon Ende letzen Jahres, da waren Mia und Olli so grippig, dass ich zwischen Christbaumschmücken und Geschenkeeinpacken und Teekochen nur noch wie eine Wahnsinnige hin- und hergesprungen bin. Wenn ich mich recht entsinne, war ich dann Silvester nicht ganz fit, aber bei weiterm nicht so schlapp wie die beiden an Heilig Abend. Extrem wurde es dann nach etlichen Erkältungen und Schnupfen an Ostern. Anton war die kompletten Osterferien 2 Wochen am Stück krank. Und weil die Kinderarzt-Vertretung ihn noch nicht mal richtig angesehen hat, wurde aus einer Bronchitis auch noch eine Lungenentzündung. An Mias Geburtstagsfeier habe ich ein nicht mehr ansteckendes Kind namens Anton mit Drei-Tage-Fieber durch die Privatvorstellung in der Sternwarte im Tragesack geschleppt. Die Sommerferien in der Sonne haben wir mit Bronchitis bei Anton, Magen-Darm bei Anton und mir, Bindehautentzündung (die wir kurz vor den Ferien auch schon mal hatten) von Mia und Anton, Sonnenalllergie bei Anton und einem Wespenstich im Süden verbracht. Der krönende Abschluss war dann noch eine Erkältung, die ich mit nach Hause gebracht habe und alle schön verteilt habe. Achja, vor den Sommerferien hat Mia an einem der letzten Tage vor den Ferien ihren ersten Migräne-Anfall bekommen und Anton lag zeitgleich mit einem Keks in der Luftröhre im Krankenhaus. Während der gesamten Zeit hat mich mein Bandscheibenvorfall mit Höhen und mehr Tiefen begleitet. Kurz vor meiner OP hat dann Anton mal wieder Magen-Darm mit nach Hause gebracht, erst mich, dann Olli und zu guter letzt Mia angesteckt. Anfang November hat auch die Hand-Fuss-Mund-Krankheit keinen Stopp vor uns gemacht…ich war die einzige die sich nicht angesteckt hat und Ende November hat uns der nette Norovirus heimgesucht…da hat es ausnahmsweise Olli mal nicht erwischt. Von Antons Nesselsucht, die offensichtlich eine Lebensmittelalllergie ist, erzähle ich schon gar nicht mehr. Und dazwischen hatte Anton etliche Bronchitis, so dass wir Stammgast bei der Kinderäztin waren und gute Freunde unserer Apothekerin geworden sind.

Und weil es noch einen krönenden Abschluss gebraucht haben, hat Anton ein paar Tage vor Heilig Abend eine Lungenentzündung bekommen. Aus einer „einfachen“ Bronchitis wurde eine Lungenentzündung, so dass unser kleiner Mann nun den gesamten Winter auf eine Langzeit-Therapie mit Kortison gesetzt wird, so dass nicht aus jedem Schnupfen eine Bronchitis oder noch mehr wird.

VORSATZ FÜR 2016: Nicht mehr oder nur ganz wenig krank sein…das wäre toll. Ich wünsche mir keinen Ferrari, keine Villa, kein Einhorn…nur Gesundheit!!!

Muttersein

Mittwoch, Dezember 9th, 2015

muttersein

Was soll ich nur denken, wenn ich so etwas lese? Klar, ich habe viel aufgegeben, aber das habe ich ja schon gewusst oder erahnt, als die Kinder noch nicht da waren. Und ja, ich habe viiiiiel dazugewonnen, das ich auf keinen Fall mehr missen will: Unendliche Liebe, Gebraucht-zu-werden, strahlende Kinderaugen, Kuscheleinheiten, Bastelarbeiten aus Krippe, Kindergarten und Schule. Und vieles, dass ich vorher noch nicht einmal ansatzweise erahnen konnte und auf was ich bestens verzichten kann: Kranke Kinder, riesige Wäscheberge, Streiterein um unaufgeräumte Kinderzimmer, nichtgemachte Hausaufgaben, kaputte, verlorene oder verlegte Spielsachen, schlechte Träume…

Ich liebe meinte Kinder, aber ich bin auch noch ich selbst. Ich gebe als Mutter alles und habe viele Sachen wie aus dem Handbuch gemacht: lange gestillt, Essen selber gekocht, Rituale eingeführt. Ebenso auch Dinge, die nicht in Ordnung waren, wenn der Geduldsfaden zu kurz war, ich Kummer, Sorgen oder auch Schmerzen nicht zu ernst genommen habe. Und dennoch bin ich ICH selbst und muss auch auf mich achten, nicht all meine Bedürfnis und Wünsche immer hinten anstellen. Und derzeit habe ich einen ganz großen Wunsch: Ich möchte wieder unter die arbeitende Bevölkerung. Meine Kinder sind beide in der Betreuung, ich habe kein schlechtes Gefühl dabei (auch wenn das Herz schon ab und an sehr blutet, wenn ich Anton weinend in der Krippe abgebe, aber ich bekomme immer bestätigt, dass er sich schnell beruhigt und ich weiss, dass man ihm dort mehr an Entertainment bieten kann, als ich oder gelegentliche Spielgruppen das könnten, er aber braucht), ich weiss, dass sie beide jeweils gut aufgehoben und betreut sind.

Und da kommen wir schon zu meinem Problem. Eine unflexible, arbeitswillige 2-fach-Mutter will offensichtlich in der Großstadt München keiner. Natürlich habe ich auch bestimmte Vorstellungen und ich habe meine Ansprüche aber auch schon heruntergeschraubt. Ich möchte 20 Stunden arbeiten, keine Wochenend- und Feiertagsdienste (hatte ich das nach dem Mutterschutz mit Mia und das hat mich fast meine Beziehung gekostet), ich übernehme gerne Verantwortung, bin lernfähig ebenso wie teamfähig und möchte aber keinen allzu langen Arbeitsweg haben. Aber das ist scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit, denn mein alter Arbeitgeber kann mir keinen Job anbieten (dass ich meinen alten nicht mehr bekomme, wurde mir bereits vor dem Mutterschutz gesagt, da ich ja die Arbeitszeit auch reduziere), aber ehrlich gesagt und es ist auch nur eine Vermutung, aber ich glaube, man will mich auch nicht mehr, denn eine wirkliche Alternative kann man mir offensichtlich auch nicht anbieten und jeder Kontakt/jedes erbetene Gespräch muss ich mir erkämpfen. Was also tun? Ich bewerbe mich! Als Reiseverkehrskauffrau mit zusätzlichem Fachwirt habe ich mich schon als Verkäuferin, Sekretärin, Teamasisstentin, Bürokraft…beworben. Aber keine Chance, ich werde noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, sondern bekomme per Mail oder Brief eine Absage. Ich bin ja froh, dass in Zeiten von Online-Bewerbungen überhaupt noch etwas zurückkommt, denn früher als alles auf dem Postweg kamen wenigstens irgendwann die Bewerbungsunterlagen zurück und man wußte: Ok, hat nicht geklappt!

Somit werde ich jetzt reichlich demotiviert und frustriert weiter Bewerbungen schreiben, vorausgesetzt ist finde überhaupt Stellenausschreibungen.