Archive for März, 2014

Geschwisterliebe und sonstige Probleme

Montag, März 10th, 2014

Die ersten 6 Wochen war Anton ein absolut pflegeleichtes Baby. Ok, die Koliken waren da, aber im Normalfall half er Fliegergriff, ein Kümmelzäpfchen und die Welt war wieder in Ordnung. Doch dann ging die grosse Schreiphase los, so dass ich tatsächlich soweit war, mit ihm in die Schreiambulanz zu gehen. Er hat nur noch gebrüllt, mit Grund… ohne Grund… Anton wollte unentwegt herumgetragen werden, dann war er nur glücklich. Immer in Bewegung, wenn möglich auf dem Arm oder im Tragetuch und ausnahmsweise im Kinderwagen. Autofahrten waren die Hölle, denn jeder Stau oder jede rote Ampel hieß Gebrüll. Selbst im Kinderwagen galt Schunkeln am Griff nicht, nein, man muss schieben. Auf dem Schoss sitzen ging gar nicht, nur halbwegs wenn man dabei so mit dem Bein so wippelte, dass er mit wippte. Volle Aufmerksamkeit und ständiger Körperkontakt, dann war halbwegs Ruhe. Das hieß, die Nerven lagen blank, der Rücken schmerzte und den Papa konnte er auch nicht so recht leiden, denn eigentlich sollte es immer 1000 Prozent Mama sein. Olli hat immer gesagt, dass er einfach nicht genug nach Milch riechen würde, so dass er keine Chance habe, den kleinen Mann zu beruhigen.

Ich hab immer gesagt, dass ich ihn noch nicht abgegeben habe (ok, wer würde schon ein schreiendes und immer hungriges Baby wollen?), da er uns seit Anfang an trotz vollen Stillens nachts durchschlafen lässt. Zwischendurch dachte ich auch, dass Mia bestimmt bald ihren kleinen Bruder verstößt, weil er unsern Familienalltag entsetzlich durcheinandergewirbelt hat. Aber sie liebt ihn heiß und innig und er sie auch. Selbst zum Valentinstag hat sie im eine Herz-Karte gebastelt, in der steht “ Lieber Bruder, ich hab Dich lieb! Deine Mia“ und nebendran ein Bild, wie sie Anton gepuckt und schlafend sieht.

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Klein, aber schon viel unterwegs

Samstag, März 8th, 2014

Endlich mal wieder Zeit zum Schreiben.

Mittlerweile ist Anton fast 4 Monate und Mia 6 Dreiviertel Jahre alt. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Aber es ist auch unglaublich viel passiert, wir 4 haben seit dem 15. November viel erlebt. Ich denke Atons kleines Leben ist um einiges erlebnisreicher als das so manch anderen 4-Monate-altem Baby. Sicherlich auch weil er eine so große und tolle Schwester hat, die zwar weiß, dass grad alles etwas anders läuft, als noch vor einem Jahr. In dem Fall bin ich um diesen enormen Altersunterschied sehr froh, denn mit ihren 6 Jahren ist sie extrem verständnisvoll. Dennoch versuchen wir uns nicht zu Hause einzuigeln und für das die Ausrede zu haben „Wir haben einen Säugling zu Hause“ zu haben. Dann wollen wir mal über Mia und Antons Erlebnisse erzählen. Ich glaub, eigentlich sollte ich sogar schon vor seiner Geburt anfangen. Denn viele haben den Kopf geschüttelt, weil ich mich von meiner Schwangerschaft nicht hab zurückhalten hab lassen, viel zu unternehmen und auch zu reisen. Warum auch? Vielleicht sieht man das als Zweitgebärende etwas lockerer und weiß ein wenig wann, was und wie etwas in der Schwangerschaft passiert. Bei der Schwangerschaft mit Mia schwang bei diesem oder jenem Wehwehchen doch auch eine Portion Angst, Bedenken und Co. mit.

Fangen wir mal mit unserm Trip nach Russland an. Anfang Juli sind Mia und ich Olli nach Sankt Petersburg nachgereist, da war ich bereits kugelrund und im 6 Monat. Es war anstrengend, hat sich aber gelohnt, denn wann hat man die Chance nach Russland zu kommen? Für einen privaten Städtetrip nehmen sicher wenig Leute die Strapazen der Visabeantragung auf sich, da Olli aber beruflich dort war, haben wir die Chance ergriffen, und sind ihm nachgeflogen. Im August war Anton noch gut verpackt knapp 3 Wochen mit uns inklusive 2 Katzen in Kroatien unterwegs. Im September war er immer noch verpackt waghalsig Sommerrodeln. An der Bergstation wurde ich schon von so einigen seltsam beäugt, als ich dick und rund in meinen Rodel stieg. Aber Hallo, ich bin schwanger und nicht krank. Ich fühl mich gut. Sogar auf der Wiesn‘ war er und ist Kettenkarussell und Riesenrad gefahren. Und noch 10 Tage vor seiner Geburt waren wir in Freiburg auf einer Hochzeitsfeier.

Gerade mal 4 Tage aus dem Krankenhaus entlassen, war er schon mit in der Kletterhalle, wo Mia seit knapp 2 Jahren mit Papa klettern geht. 2 Wochen alt hat er schon seinen ersten Gespensterfilm. Im Tragetuch und schlafend war mit dabei während wir „Das kleine Gespenst“ abgesehen haben. Mit 5 Wochen war er im Weihnachtsgottesdienst und mit 6 Wochen in der 3stündigen Nachmittags-Silvester-Vorstellung im legendären Circus Krone, auch im Tragetuch hat er alles verpennt. Mit 7 Wochen in der BMW-Welt hat er Motorräder ausprobiert. Und mit 10 Wochen haben wir getestet, ob Babyspeck schwimmt, was er tut. Und mit 16 Wochen war er sogar jetzt zum zweiten Mal beim Skifahren. Das erste Mal vor einem Jahr, da war sicher gerade mal so groß wie ein Salzkorn und jetzt wiegt er an die 7 Kilo und ist nicht mehr zu übersehen. Wir waren am schönen Spitzingsee, wobei „nur“ Mia und ich die Pisten runtergedüst sind uns Olli und Anton im Tal die Sonne genossen haben.

Hier ein paar Bilder mit Anton im „verpackten“ und „entpackten“ Zustand, während er so durch die Welt tingelte und viele Bilder von Mia:

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Wieder mal einen Paten gesucht und gefunden

Montag, März 3rd, 2014

Wir sind alle ohne Konfession, d.h. ich bin mit 19 aus der Kirche ausgetreten und Olli wurde niemals getauft. Somit haben wir auch Mia nie getauft, dennoch wollten wir, dass sie einen Paten hat, einen erwachsenen Ansprechpartner ausserhalb der Familie. Mia liebt ihren Patenonkel über alles, er ist beinahe heilig 🙂 Sie sieht ihn nicht oft, da er in Barcelona lebt, aber wenn sie ihn sieht, dann ist sie Feuer und Flamme. Und das ist ganz toll und wunderschön so.

Und genau so jemanden haben wir auch für Anton gesucht und gefunden. Und zwar ist das „Bime“ (ungewöhnlicher Name, weil Mia ihn lange nicht richtig aussprechen konnte, und da wurde aus der „Bine“ eben eine „Bime“), sie war Mias erste und geliebteste Erzieherin in der Kinderkrippe. Sie ist nun Antons Patentante und wir sind uns sicher, dass sie von Anton genauso vergöttert werden wird, wie Andrey von Mia.

Die ersten Fotos versprechen so einiges:

Bime1  Bime2  Bime3

Wieder keine Prinzessin

Samstag, März 1st, 2014

cartoon-shark-24Jedes Jahr hat Mia ein selbstgenähtes Kostüm bekommen. Dieses Jahr dachte ich, es nicht zu schaffen, da Anton schon sehr viel Zuneigung und Pflege benötigt. Und eigentlich wollte Mia als Flamencotänzerin gehen. Doch eine Woche vor den Faschingsferien kam aus der Schule die Bitte am letzten Tag vor den Ferien als Hai verkleidet in die Schule zu kommen. Das ganze sollte für ein Preisausschreiben sein, an dem die Klasse am besten gesammelt auf einem Foto jeweils als Hai verkleidet zu sehen sein soll. Das hiess jetzt doch noch ein Kostüm nähen, was ich auf die Schnelle an einem Abend gemacht habe, und selbst erstaunt war, wie gut es geworden ist. Hier mein kleiner Hai und natürlich die Flamcotänzerin:

hai  flamencojpg