Archive for Oktober, 2009

Kindermund tut…

Mittwoch, Oktober 21st, 2009

Erst war Mia krank und auf einmal macht sie sprachlich eine Entwicklung, dass man mit der Ohren schlackern kann. Sie erzählt, befiehlt, quatscht, singt…

Es ist echt witzig zu beobachten, dass sie zwar bei ihrem Erzählten so gar kein zeitliches Gefühl hat, ob das Erlebte heute, gestern oder am Wochenende war. Ich denke, Zeitgefühl ist etwas, was erst noch kommt. Derzeit erzählt sie mir beinahe täglich, dass ihre Erzieherin Ulrike heute wieder mit der Gitarre in der Krippe Musik gemacht hat und beim Mittagsschlaf neben ihr gelegen hat, aber das kann nicht sein, da Ulrike seit Montag nicht mehr da ist. Sie hat mir auch schon erzählt, dass „Onkel Tarzan“ aber auch Opa beim Tanzen in der Krippe gewesen wären, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass die beiden noch nicht einmal wissen, wo Mias Krippe ist und somit auch nie dagewesen sein können.

RiegelZuckersüß war dann heute: Nach der Krippe waren wir noch im Drogeriemarkt. Am Regal mit den Müsli- und Früchteriegeln ist sie dann stehen geblieben und meinte: „Mama, Mia bitte eins haben!“. Daraufhin durfte sie sich einen aussuchen und hat sich einen von Alete ausgesucht. Den haben wir dann bezahlt und im Auto wollte sie ihn dann essen, allerdings wollte sie erst noch die Verpackung begutachten und fragt auf einmal: „Was da dinnen (=drinnen)?“ und ich sag ganz ehrlich zu ihr: „Schau, hier siehtst Du’s! Banane und Apfel!“ und zeige auf der Packung auf den Apfel und die Banane. Da sieht sie mich an und meint: „Bauer (=blauer) Bär auch dinnen?“. Ich hab mich fast weggeschmissen vor Lachen!

Und als sie dann den Riegel ißt, kommt einmal von hinten aus dem Kindersitz: „Bääääähhhh, Mia Papier essen!“. Klar, der Riegel hat an der Ober- und Unterseite sowas wie Oblatten, die die Fruchtmasse zusammenhalten.

Wir sparen uns die Präposition und Possessivpronomen

Sonntag, Oktober 11th, 2009

Mia singt seit einiger Zeit unglaublich gern, allerdings spart sie in ihren Liedertexten auch die für sie unwichtig erscheinenden Worte. Wir können uns schlapp lachen, wenn sie anstimmt, denn das geht das so:

Alle Entchen
schwimmen See
Wasser
Höh!

So langsam und allmählich graut es mir schon vor dem Winter. Mittlerweile ist es doch schon so kalt, dass man teilweise gar nicht mehr raus möchte. Doch wenn man sich was Schönes vornimmt, selbst wenn’s kalt ist, dann ist es nur noch halb so schlimm. Und heute waren wir mit Claudi und Boris spazieren und Mia ist die tollste Hundeführerin, die es gibt und Boris der tollste Hund, mit dem man gemütlich spazieren gehen kann.
Mia und Boris

Mias Weltenbummler-Pate war da

Samstag, Oktober 10th, 2009

Es ist tatsächlich schon ein Jahr her, dass Mia ihren Patenonkel gesehen hat. Und heute war er da. Und obwohl sie diesmal echt lang gebraucht hat, bis sie aufgetaut ist, war irgendwann doch ein Draht da.

Hoffentlich sieht sie ihn, solang er grad in Deutschland ist.

Andrey Papa und Andrey

Auf zu Wiesn’

Sonntag, Oktober 4th, 2009

 Wahrscheinlich sind doch mehr Touristen als echte Münchner aus der Wiesn‘, aber dieses Jahr haben wir uns nicht nehmen lassen, am letzten Wiesn-Sonntagvormittag mit Mias Freundin Anna und deren Eltern aufs Oktoberfest zu gehen und die Flucht zu ergreifen, bevor die ersten Besoffenen schon wieder aus den Zelten kommen.

 Jetzt ist sie alt genug, um auch mal ein Fahrgeschäft zu fahren, und so sind wir in alter Tradition Krinoline gefahren. Das Karussel mit schwankender Plattform wurde lange Zeit per Hand in Schwung gebracht. Erst 1924 brachte ein Elektromotor das Fahrgeschäfte in Schwung. Karussells wie die Krinoline gehören neben den Schaukeln zu den ersten Fahrgeschäften auf dem Oktoberfest. Als zusätzlichen Clou, nicht wie bei allen anderen Fahrgeschäften von der CD, wird hier während die Karusselfahrt noch von einer richtigen Blaskapelle mit Stimmungsmusik begleitetet.

Leider war es ziemlich kalt, so dass Mia nicht ihr Dirndl anziehen konnte, aber ein paar Tage zuvor hat sie’s schon mal Probegetragen, weil sie in der Krippe „Kloane Wiesn'“ gefeiert haben, in dem sie viel Blasmusik gehört haben, Lebkuchen gebacken und beinahe alle Kinder in Tracht gekommen sind

 

 Wiesnlook Mit Anna auf der Wiesn’ Rundumerdumm auf der Wiesn’ Busenfreundinnen

Selbstgespräche

Freitag, Oktober 2nd, 2009

Da les ich grad diesen Artikel und denk mir nichts Böses und schon geht’s los 🙂

Selbstgespräche2

Mia sitzt im Bett und hält Selbstgespräche „Papa nid da? Hääää? Papa abeitm? Neeeee! PAPA WEG!!!!“
Soll ich meinem Kind die Wahrheit sagen?
Tja, liebe Mia, Papa ist beim Saufen auf der Wiesn‘. Das ist die Wahrheit und sonst nichts!

NACHTRAG: Mia wollte nicht schlafen, also bin ich eine halbe Stunde später nochmal zu ihr ins Kinderzimmer. Sie saß aufrecht im Bett. Ich hab ihr dann die Wahrheit gesagt: „Papa ist Saufen und Mia muß jetzt schlafen!“, daraufhin schaut sie mich mit großen Augen an, hebt ihre Wasser-Flasche (die steht immer im Bett) hoch und meint „“Papa tinken (sie kann kein“R“)!“. Tja, und jetzt schläft sie! Gut oder? Und ein dickes Prost!