Archive for August, 2007

Mias Großeltern haben „zeremoniert“

Donnerstag, August 30th, 2007

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Nach 10 Jahren Lotter-Leben haben sich Mias Oma und Mias Opa am 19. August ihre gemeinsame Liebe, Treue und alles, was zu einer intakten Beziehung gehört, versprochen. Keine Hochzeit sondern ein Versprechen unter Zeugen. Sie haben ihre etwa 30 Gäste zu einem Ritual auf den Olymp Münchens (= der Olympiaberg) zum Sonnenaufgang (gegen 5:30 Uhr) geladen. Wir waren alle Zeugen dieses wunderschönen Liebesrituals. Am Fuße des Olmpiaberges

Es war wirklich unglaublich schön, wie viele Leute bereit waren, sich an einem Sonntag Morgen um halb sechs am Fuß des Olympiabergs zu treffen, anstatt das Spektakel für lächerlich oder ähnliches zu erklären (wobei man sagen muss, dass es doch einen geladenen Gast gab, der scheinbar so dachte und durch seine fehlende Anwesenheit glänzte und sich damit wahrscheinlich lächerlicher gemacht hat als wenn er verschlafen im Schlafanzug am Treffpunkt aufgetaucht wäre). Allerdings muss man schon sagen, dass kaum einer wirklich frisch aussah, alle noch etwas verknautscht vom Bett aber in Schale geschmissen, doch weil es noch nicht wirklich hell war, hat man das nur bei genauerem Hinsehen sehen können.
Gemeinsam haben wir alle den Berg bestiegen Der Aufstieg. Zum Glück, denn mir wären sonst früher oder später die Beine eingefroren, denn um diese Uhrzeit ist es Ende August doch schon recht frostig. In der Einladung hatte es schon geheißen, dass man den Trommeltönen folgen sollte, welche man auch ab halber Strecke gut hören konnte. Es war eine gigantische Atmosphäre! Die Trommeln und dann auch die Zeremonie Die Trommlerinnen. Und ich muss ganz ehrlich zum „Liebespaar“ sagen: Da haben sich zwei gesucht und gefunden Das Liebespaar! Wenn man während der Zeremonie so in die Gesichter der Gäste sah, hatten einige ein Taschentuch in der Hand. Allerdings weiß ich tatsächlich nicht, ob da Tränen vergossen wurden oder ob geschnäuzt wurde, weil die Nase wegen der Kälte lief Die Zeremonie. Es ist auch unglaublich, wer alles so zum Sonnenaufgang Der Sonnenaufgang auf dem Olympiaberg unterwegs ist: Mountainbiker, die sich den Berg hochquälen, Jogger und der Höhepunkt war eine Nonne. Sie stand eine ganze Weile noch auf dem Weg, der zum Gipfel des Berges führt, und sah sich vermeintlich die Silhouette Münchens an, aber ich glaube, sie hat heimlich der so total unchristlichen Zeremonie gelauscht.

Im Anschluss an die Zeremonie hat dann jeder noch einen Herz-Luftballon mit seinem Wunsch an das „Liebespaar“ steigen vom Berg aus lassen. Diese Aktion hatten mein Bruder und seine Freundin organisiert. Wir haben dem Münchner Morgenhimmel ein wahnsinnig kitschiges aber wunderschönes Bild verpasst Herzen. Mia hat all das verschlafen. Ich hatte sie abends schon nicht in ihren Schlafanzug gepackt sondern schon ihr einen Teil ihres Party-Outfits angezogen, so dass ich morgens nur noch die Windel wechseln musste und ihr den Rest fertig anziehen musste. Sie lag den gesamten Weg auf den Berg, während der Zeremonie und beim Runtergehen pennend in ihrem Kinderwagen. Danach waren wir dann alle im Garten bei Oma und Opa zu Hause und haben gefrühstückt Im Garten. Und auch das war ein seltsames Gefühl: An einem Sonntag Morgen um 7:30 angezogen auf Frühstück zu wartend, den Sonnenaufgang über München gesehen zu haben und zu wissen, dass man bereits schon fast 4 Stunden wach ist und das eigene Kind diese 4 Stunden gnadenlos verpennt hat Mia ganz verschlafen.

Weil sich das „Liebespaar“ keine Geschenke gewünscht hat, sondern lieber beispielsweise 7 Wünsche, die in Eigeninterpretation rübergebracht werden sollten, haben sich da alle etwas überlegt. Olli und ich haben allen in einem kurzen Schauspiel gezeigt wie sich die zwei unserer Meinung nach wirklich kennen gelernt haben (total überzogen, aber die Charaktere waren wohl wiedererkennbar). Es wurde gemeinsam getanzt Die Feen Alle Tanzen mit den Feen, Gedichte vorgelesen Das Gedicht, Geschichten vorgetragen… Wie mein Cousin das ganze so schön und passend zusammengefasst hat: „Wie bei den Hippies früher!“.

Und am Ende des aufregenden Tages hatte dann Oma ihre Mia überglücklich in den Armen. Mia hat es sichtlich gefallen. Ist ja klar, ist ja auch ihre Oma. Gestern hat sie im übrigen auch schon mit ihr telefoniert, über Lautsprecher hat sie losgebrabbelt als sie Omas Stimme gehört hat. Ist halt schon ein richtige Mädchen und Mädchen telefonieren nun mal gerne 🙂 !

Die Oma schmust gern mit Mia und Mia gern mit ihr Mias stolze Oma

Die Holi-Tanten

Mittwoch, August 29th, 2007

Auch anderen steht ein Kind ganz gut, selbst wenn es ein fremdes ist. In dem Fall meines 🙂 :

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12. Lebenswoche: 23.08.07 – 29.08.07 (3. Lebensmonat)

Mittwoch, August 29th, 2007

Spätestens jetzt müssten wir das Elterngeld beantragt haben, aber nachdem ich das relativ unmittelbar zusammen mit den Kindergeld nach der Geburt getan habe, ist das schon erledigt.

Wahre Schönheit kommt von Innen

Dienstag, August 28th, 2007

Alle sagen immer, wir hätten so ein hübsches Kind!

Aber wenn ich mir diese Bilder ansehe, bin ich mir da nicht so sicher. Und wie Olli so schön gesagt hat: „Die Kamera lügt nicht!“. Auf alle Fälle können wir wahrscheinlich frühzeitige und unerwünschte Verehrer von Mia mit diesen Bildern vertreiben 🙂 !

Häßliches Entlein 4 Häßliches Entlein 2

_____ Häßliches Entlein 5

Häßliches Entlein 3 Häßliches Entlein 1

Aber andersherum gibt es dann wieder so geniale Schnappschüsse (ich habe mich in diese Bilder abgrundtief verliebt):

11. Lebenswoche: 16.08.07 – 22.08.07 (3. Lebensmonat)

Mittwoch, August 22nd, 2007

Nur mal kurz die Hände frei haben – wenn Mia wach ist, ein fast nicht zu erfüllender Wunsch? Weil auch Mia am liebsten auf meinem Arm ist? Tragehilfen wie unser schones Tragetuch von Mobywrap leisten gute Dienste. Oft wird auch die Babyschale aus dem Auto zu einem Möbel, in dem unsere Kleine wenigstens mal kurz gut aufgehoben ist. Wenn die Betonung auf „kurz“ liegt, ist dagegen auch nichts zu sagen, denn die Maxi-Cosi und Co. sind für ihren Rücken auf längere Zeit gesehen nicht gut.

„Was bisher geschah“

Donnerstag, August 16th, 2007

Es ist ja schon eine ganze Weile her, dass ich gebloggt habe, aber Mia hat mich kaum dazukommen lassen. Die erste Woche zu Hause mit Mia war tatsächlich, wenn ich jetzt so zurückdenke, ein Kinderspiel, da sie tatsächlich die meiste Zeit geschlafen hat. Sie hat sich gemeldet, wenn sie Hunger hatte oder die Windel voll war und wenn ich dann das „Übel“ entfernt/ erledigt hatte, hat sie wieder geschlafen. Doch schon in der zweiten Woche gingen ihre 3-Monats-Koliken los. Ich konnte mir bis zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal annähernd eine Vorstellung davon machen, wie viel Luft in so ein kleines Kind passt und mit welchen Geräuschpegel die Luft abwärts auch wieder rauskommen kann. Und ganz ehrlich: Es stinkt kaum weniger als bei einem Erwachsenen!Die Koliken/ Blähungen entstehen durch Luft. Die wiederum wird entweder direkt vom Kind geschluckt oder entsteht durch die Verarbeitung von Faserstoffen im Darm. Und aufgrund eines Enzyms, das im Margen für die Verdauung zuständigen ist und bei vielen Babys noch nicht ausreichend vorhanden ist, entstehen diese Koliken.

Etwa 30% aller Neugeborenen leidet in den ersten Wochen und Monaten an so genannten „3-Monats-Koliken“ und die Eltern mit ihnen. Sie lassen sich weder durch umhertragen, noch durch stillen oder füttern beruhigen.

Oft wird der Mutter vorgeworfen, etwas blähendes gegessen zu haben, doch für Blähungen des Kindes aber ist nachweislich die Ernährung der Mutter nur in wenigen Fällen wirklich verantwortlich. Selbstverständlich sollte man es mit Zwiebeln und ähnlichem nicht übertreiben.

Von der Nachsorgehebamme habe ich den Tipp bekommen, es mit einer bestimmten Art von Bauchmassage zu versuchen. Und wenn gar nichts funktioniert, dann mit Kümmelzäpfchen. Die Massage war absolut erfolglos und somit haben wir es mit den Zäpfchen probiert. Das ist eine wirklich harte Bestandsprobe für junge Eltern: So einen kleinen „Mini-Torpedo“ in diesen winzig kleinen Hintern zu schieben, Und sie hat dann immer geschrieen, als würde sie jemand abschlachten. Und ich konnte es so gut nachvollziehen, denn selbst ich hätte dieses Zäpfchen nicht haben wollen und mein Hintern ist wesentlich größer. Olli hat es am Anfang überhaupt nicht fertig gebracht, ihr ein Kümmelzäpfchen zu geben.

Ob die Zäpfchen wenigstens ein wenig geholfen haben, können wir nicht sagen, weil keiner weiß, wie viel sie geschrieen hätte, wenn sie keines bekommen hätte. Aber das super Wundermittel, wie es viele (Freunde, Hebamme, Apothekerin…) angepriesen haben, war es bei uns nicht.

Genau heute (16.08.2007) wird Mia 10 Wochen alt und die Koliken sind weitgehendst vorbei. Mittlerweile pupst sie ganz ungeniert immer und überall herum, denn Mama und Papa haben ihr gesagt, dass, sie solang sie noch so klein ist, das darf, denn alles was keine Miete zahlt, muss raus.

Zu den Koliken kommen dann auch noch die Wachstumsschübe, die ersten sind beispielsweise zwischen dem 7. und 14. Lebenstag, aber auch der 4. und 6. Woche. Die zwischen der 4. und 6. Woche habe ich deutlich mitbekommen. Sie hat für mich nach außen hin grundlos nur noch geschrieen. Unentwegt mit den Armen und Beinen um sich geschlagen. Wahrscheinlich weil sie auch Schmerzen durchs Wachsen hatte. Ich kann mich selber noch zu gut auch die Wachstumsschübe in der Pubertät erinnern, meine Schienbeine haben geschmerzt, dass ich mich teilweise kaum noch laufen getraut habe. Mia wächst aktuell rapide – ungefähr 1cm pro Woche.

Außerdem ist Mia sowohl laut Kinderarzt als auch der Hebamme frühreif. D.h. sie brabbelt auch bereits seit ihrer 6. Woche, obwohl das Babys eigentlich erst ab dem 3. Monat so richtig tun. Aber tatsächlich macht sie morgens die Augen auf und brabbelt los – Olli sagt, das hätte sie von mir, wobei ich das ja eher abends mache, wenn wir ins Bett gehen.

Sie ist auch extrem viel schon wach und sieht in die Gegend, so dass sie vor allem abends immer viel zu viel zu verarbeiten. Wenn sie dann ins Bett gehen soll, ist sie so reizüberflutet vom Tag, dass sie erst recht schreit, heult, strampelt und nicht schlafen will/ kann. ALSO, so toll „frühreif“ klingen mag, es ist es nicht!

Mittlerweile ist für mich schon eindeutig sichtbar, wann Mia einen guten Tag und einen weniger guten Tag hat. Ich sehe es ihr an und spüre es auch. Denn jeden Tag reagiert sie auch mehr auf uns. Beim Trinken an der Flasche, schiebt sie tatsächlich mit ihren Händen die Flasche weg, wenn sie mal ein Päuschen braucht oder nicht mehr kann. Wenn sie weint, und man betritt den Raum, dann wird es weniger oder manchmal hört sie tatsächlich schon auf. Und wenn die Windel voll ist und sie deswegen weint und sie merkt, man geht mit ihr ins Bad, um sie dort zu wickeln, dann wird sie schon mal leiser.

Sie kann auch schon richtig meckern, nölen, bis hin zu schimpfen. Sie bekommt dabei immer so einen niedlich eckigen Mund.

Vieles, was sie tut unterstützt sie zuckersüß mit Geräuschen, z.B. kann sie extrem genussvoll gähnen *uaaaaaaaaahhhhhh*.

Und unser wöchentliches Ritual, dass wir alle 3 in die Badewanne gehen, findet sie klasse. Zum planschen ist sie noch zu klein, aber ich hab das Gefühl, sie geniest dann immer das warme Wasser. Rausgehen aus der Wanne ist hingegen nicht so ihr Ding – wahrscheinlich ist’s dann einfach auf einen Schlag zu kalt. Aber auch das allmorgendliche Gesicht- und Händewaschen hasst sie. Manchmal schreit sie da, als hätte ich ihr mit dem Waschlappen ein Ohr abgerissen.

Mia geht Baden

Und seit 4 Wochen fällt mir immer wieder auf, dass sie sogar im Schlaf lächelt – dieses unkontrollierte Lächeln im Schlaf bei Babys nennt man Engelslächeln. Aber seit knapp 2 Wochen macht sie das auch tagsüber, ab und zu könnte man meinen, dass sie einen ein wenig auslacht und nicht anlacht – aber das bilde ich mir sicher nur ein. Heute morgen habe ich ihr irgendwas erzählt und sie dabei angelacht und sie hat zurückgelacht. Ich weiß nicht, ob es Zufall war, denn später hat es nicht mehr funktioniert, aber das werden die nächsten Tage zeigen.

Außerdem können wir uns sowieso zu den glücklichsten Eltern überhaupt schätzen: Mia schläft nämlich jetzt schon nachts durch. Sie geht mit uns ins Bett und steht mit uns auf. Ab und zu wenn sie vor dem Schlafengehen nicht richtig satt war oder mal wieder einen extremen Wachstumsschub hat, dann kommt sie einmal in der Nacht und will trinken/ essen. Und es ist gigantisch ganz normal 8 Stunden durchzuschlafen. Eher wach ich mal nachts auf und überprüfe, ob sie noch atmet 🙂 .

Mit Mütze schläft sicht’s super

Auf alle Fälle ist sie ein zäher Broken, na ja, eher ein Brökchen, denn selbst dass ich sie ein wenig mit einer angehenden Erkältung angesteckt hatte, hat sie locker weggesteckt. IST HALT UNSER KIND – UNSERE TOLLE MIA!!!

Papa+Mia und Minou

Und genauso toll sind ihre Oma und ihr Opa, denn die sind immer für mich und sie da, wenn wir zwei es mal wieder aufgrund Koliken, Wachstumsschüben etc. nicht mehr miteinander aushalten. Und Opa hat da seine ganz speziellen Mittel, um es Mia wieder gut gehen zu lassen, denn Schlafen ist die beste Medizin, für jung und alt.

Mia und Opa

Aber trotz alledem ist Mia so umgänglich, dass wir sie beinahe überall mit hinnehmen können. Hauptsache wir haben immer was zu Essen und Windeln dabei. Und so war Mia Ende Juli auf ihrer ersten richtigen Party: Armin hat am Flaucher seinen 40sten gefeiert und wir waren auch dabei!

Mias erste Party

Auf dem Rückweg von der Geburtstagsfeier haben wir noch ein witziges Video mit Mia gedreht. Es heisst „Shake the Mia“, weil es sie im Kinderwagen auf der Tierparkbrücke so richtig durchgerüttelt hat.

10. Lebenswoche: 09.08.07 – 15.08.07 (3. Lebensmonat)

Mittwoch, August 15th, 2007

Frischgebackene Väter haben sich so viel vorgenommen für ihre neue Rolle. Bei der Geburt geht’s schon los, da sind sie dabei. Aber wie ist das jetzt? Schon Rollen-Routine wie es früher einmal war? Nein, wir müssen unsere Zeit neu einteilen, um auch ein mal etwas Zeit für uns zu haben, denn derzeit dreht sich unser Leben nur um Mia. Und dann darf man auch nicht vergessen, dass Mia auch die Zuwendung von ihrem Papa braucht.

Hier der Elterbrief des Stadtjugendamtes dazu: Elternbrief 3. Monat

9. Lebenswoche: 02.08.07 – 08.08.07 (2. Lebensmonat)

Mittwoch, August 8th, 2007

Nichts wie raus mit dem Baby, wenn das Wetter einigermaßen erträglich ist. Die Kleinen lieben Luft und das sanfte Schaukeln im Wagen.

8. Lebenswoche: 26.07.07 – 01.08.07 (2. Lebensmonat)

Mittwoch, August 1st, 2007

Das Stillen mittlerweile ganz gut eingespielt. Und es ist tatsächlich faszinierend, wie sich Nachfrage und Angebot regeln?