Archive for Juni, 2007

Darf ich vorstellen: Schwester Flick-Flack

Freitag, Juni 29th, 2007

Dies ist ein Nachtrag zu meinen Tagen in der Klinik:

Ich wollte allen auch Schwester Flick-Flack vorstellen, sie ist eine Kollegin von Schwester Sagrotan. Diesen Namen hat sie sich tatsächlich verdient:

Ich glaube, es war der vorletzte Tag in der Klinik. Ich hatte Mia zu dem Zeitpunkt ja die meiste Zeit bei mir. Und weil das Aufstehen aus dem Bett wegen der Kaiserschnitt-Wunde immer ziemlich beschwerlich war, musste ich mir natürlich immer überlegen, wo ich in dem Moment Mia im Bett positioniere, damit ich nicht auf sie rolle oder falle. Alo habe ich ganz oben ans Bettende das Stillkissen zu einem Hufeisen geformt und sie darein gelegt, damit sie nicht wegrollen kann.

An dem Tag bin ich aufgestanden, weil Schwester Flick-Flack mein Bett machen wollte. Wie immer habe ich dann das Stillkissen geformt, Mia reingelegt und mich dann langsam und mühselig aus dem Bett gehievt. Als ich dann gerade auf meinen zwei Beinen neben dem Bett stand und eigentlich noch einen sicheren Stand suchte, rief Schwester Flick-Flack ganz empört und böse: „Sie dürfen das Kind nie so hinlegen, das geht so nicht!“. Ganz ehrlich weiß ich bis heute nicht, wie ich es besser hätte machen können, denn sie lag in dem Stillkissen-Hufeisen immer wenn ich aufgestanden bin oder wenn ich unmittelbar daneben war, zumal ich zu dem Zeitpunkt ganz sicher nicht in Stande war, mit einem Kind auf dem Arm aufzustehen, da das mit fehlenden Bauchmuskeln (darf und kann man nach einem Kaiserschnitt gar nicht beanspruchen, weil sie ja durchtrennt wurden während der OP) einfach nicht möglich ist.

Als Schwester Flick-Flack dann mein Bett gemacht hatte und unser Zimmer verlassen hatte, meinte Jasmin (meiner „Zimmerkollegin“) nur: „Klar geht das nicht, könnte ja sein, dass Mia gleich einen Flick-Flack aus dem Bett macht!“.

Seither ist das bei uns zu Hause ein „Insider“: Wenn wir beispielsweise abends auf der Couch sitzen, Mia liegt dann meist zwischen uns, und einer von uns beiden steht auf, dann sagt er immer zum anderen: „Kannst Du bitte drauf Acht geben, dass Mia keinen Flick-Flack macht! Danke!“.

3. Lebenswoche: 21.06.07 – 27.06.07 (1. Lebensmonat)

Mittwoch, Juni 27th, 2007

Inzwischen hat sich in meiner Brust das gebildet, was Fachleute reife Muttermilch nennen. Muttermilch ist optimal auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt. Und: Stillen ist für Babys der beste Schutz gegen Allergien.

Es ist verwunderlich wie dünnflüssig die Muttermilch aussiehtl, sie sieht geradezu wässrig aus gegen Milch die man aus dem Alltag kennen. Aber jeder hat mir versichert: Mia bekommt an der Brust genug zu Essen. Beim Stillen gibt es zudem eine wunderbare Balance zwischen Angebot und Nachfrage: Saugt Mia oft und kräftig, das regt die Stillhormone in meinem Körper dazu an, für ausreichend Nachschub zu sorgen.

23. Juni 2007: Schon fast erwachsen

Dienstag, Juni 26th, 2007

Heute Morgen ist Mia schon wieder ein Stückchen erwachsener geworden. Sie ist nämlich nun Besitzerin eines richtigen Bauchnabels ohne irgendwelche Nabelschnurreste!!!

Mia 2: Der Holi-Innendienst hat für Mia eine Schwester gebastelt

Montag, Juni 25th, 2007

Liebe Holi-Mädels!

Endlich haben wir’s geschafft, die Bilder von Mia 2 in den Blog zu stellen:

Mia 2 im Hello-Kitty-Dress: Mia II

Mia und Mia 2: Fast wie Zwillinge (man beachte die Zunge): Mia und ihre Zwillingsschwester

Mia, Mia 2 und Mama: Mia ist offenbar gelangweilt: 20070617_20d__mg_3554_mia-mit-zehn-tagen_blog.jpg

Wie war die Geburt für mich?

Freitag, Juni 22nd, 2007

Auf Wunsch des BloggingPapas schreibe ich heute noch darüber, wie ich die Geburt empfunden habe. Wahrscheinlich hätte ich das schon früher machen sollen, damit nicht schon zu viel in meinem Kopf verblasst, aber lieber jetzt als nie!?!?

Also, nachdem feststand, dass ich um eine OP so und so nicht herumkommen würde, sind wir gemeinsam in den Klinikgarten (eigentlich ist es lächerlich das Garten zu nennen, denn es waren etwa 10qm gepflasterte Fläche, 3 Parkbänke, ein großer Mülleimer mit Aschenbecher aber dafür wirklich viel Grün und Blumen drum herum) um den Gedanken sacken zu lassen.

Als wir dann wieder hoch zu meinem Zimmer in den 3. Stock gingen, war mein Bett bereits auf die Wöchnerinnen-Station im 4. Stock gebracht worden und eine freundliche Schwester meinte, ich solle einfach noch meine restlichen Sachen aus dem Schrank und dem Bad hochtragen, die anderen Sachen hätten sie schon hochgebracht. Oben wartete man schon auf mich, sogar der OP-Kittel lag schon bereit. In der viertel Stunde, die wir im Garten waren, hatte sich mein anstehender Kaiserschnitt schon vom Kreißsaal in den 3. und dann in den 4. Stock rumgesprochen. Tja, und dann musste ich noch mal in den Kreißsaal, weil dort die Anästhesistin auf mich wartete, um mich über die Risiken der Spinalanästhesie (ähnlich wie eine PDA, d.h. über das Rückenmark wird man etwa ab Bauchnabelhöhe bis hin zu den Beinen narkotisiert, d.h. man bekommt sonst soweit alles mit) aufgeklärt, da ging von Lähmungserscheinungen über Kopfschmerzen usw. Da wurde mir zum ersten mal richtig klar, dass es sich so gesehen um eine richtige OP handelt.

Auch im Kreißsaal lag so ein schickes OP-Flügelhemdchen für mich bereit. Ich wurde dort auch gleich für den Kaiserschnitt fertig gemacht: Hemdchen an, die Infusion neu gesetzt (die alte, die ich bereits seit Montag hatte, war „undicht“ geworden) und an einen neuen Tropf dran, Schmuck ab (doch mein Ehering der wollte nicht und somit durfte ich ihn dran behalten). Und dann ging’s auf der Liege im Aufzug direkt in den Keller in den OP. Ich war zu dem Zeitpunkt so froh, dass Olli die ganze Zeit da war, er stand die ganze Zeit mir bei. Ich konnte ihn zwar wahrscheinlich nicht so beachten, wie ich es gerne getan hätte, aber irgendwie war ich dann doch sehr auf mich fixiert. Und auch wenn ich angeblich erst mal die Ruhe selbst ausgestrahlt habe, bekam ich unten im OP tatsächlich Bammel. Sie haben mich da reingeschoben, da standen schon zwei Muskelpakete der Berufsfeuerwehr zusammen mit einer Notfall-Kinderärztin und einem mobilen Brutkasten, die für den Notfall geordert worden waren, da Mia ja nun eindeutig 4 Wochen zu früh kam. Mein Arzt, der Facharzt, der uns über den Kaiserschnitt aufgeklärt hatte, die Hebamme, die Anästhesistin und bestimmt noch 3 oder 4 OP-Schwestern huschten hier rum. Olli wurde gebeten, sich auch in die grüne OP-Schale zu werfen und kam wie schlotternder grüner Frosch zurück zu mir als er sich umgezogen hatte. Ich konnte in seinem Gesicht sehen, dass er unglaublich hilflos war (er war bisher noch nie in einem OP gewesen und natürlich schon gar nicht als „Zuschauer“), mir aber sagen wollte, dass ich so tapfer sei. Aber ich war nicht tapfer, denn ich hatte Schiss! Schlotternd saß ich auf der OP-Liege. Ich glaube, ich habe am ganzen Körper gebibbert vor Angst und Nervosität. Olli stand vor mir und hat einfach nur meinen Kopf gehalten. Nichts besseres hätte er tun können!

Dann kam die Anästhesistin um mir in die Wirbelsäule erst mal eine örtliche Betäubung zu geben und dann anschließend die Spinal zu setzen. Ich sollte einen Katzenbuckel machen und mir vorstellen, mit meiner Wirbelsäule gegen die Nadel zu drücken. Das soll mir mal einer vormachen mit so einem Bauch vorne dran. Katzenbuckel, aha! Da meine Wirbelsäule seit eh und je krumm, schief und verschoben ist, gestaltete sich das für die Anästhesistin etwas schwierig, deswegen hat sie mich sicherlich 6 oder 7 mal gestochen. Hauptproblem war, dass sie auch immer sagte „Achtung, jetzt macht’s pieks!“, aber sie sagte das immer zu spät, denn ihr „piiiiiieks“ kam immer nach dem tatsächlichen Stich, so dass es wirklich schwer war, sich darauf einzustellen. Doch irgendwann hatte sie scheinbar dann doch die richtige Stelle getroffen und konnte somit die Spinal legen. Und wenn die dann das wirken anfängt, ist das ein wirklich sehr seltsames Gefühl, denn erst wird der Po ganz wohlig warm und dann geht’s ganz langsam die Beine runter. Eigentlich ein sehr angenehmes Gefühl, und wenn dann alles taub ist, weiß man nicht mehr, ob alles kalt oder doch warm ist. Naja, als die Betäubung bei mir auch im kleinen Zeh angekommen ist, dachte ich nur: „ Wenn jetzt ein hungriger Löwe hier in den OP kommt, dann können alles flüchten, aber ich ganz sicher nicht!“. Welch Schwachsinn einem in so einem Moment durch den Kopf geht, echt lächerlich.

Und dann ging’s los, ich wurde hingelegt, mit einem OP-Tuch wurden mir und Olli (der mittlerweile am Kopfende bei mir war) die Sicht nach unten verdeckt. Ich kann mich noch vage daran erinnern, dass ich auf meinem Bauch gespürt habe, dass die Ärzte ihn mit kaltem Jod desinfiziert haben und die Haut um die Stelle, an der aufgeschnitten wurde, abgeklebt haben. So ein wenig wie Maler mit ihrer Abdeckplane, so wurde da auch irgendwas auf mir festgeklebt. Auf meiner Brust muss irgendwo so eine Nierenschale oder ähnliches gestanden haben, da die Ärzte dort immer wieder ihr OP-Besteck reinschmissen haben und auch wieder was rausgenommen haben, das konnte ich hören und auch spüren.

Es war wirklich ein seltsames Gefühl, wenn man zwar die Schnitte nicht spürt, aber trotzdem mitbekommt, dass an dem Bauch ziemlich rumgezerrt wird. Der Facharzt hatte uns auch im Vorfeld genau erklärt, wie geschnitten wird. Der erst Schnitt ist knapp über dem Schambein etwa 15cm lang von rechts nach links. Dann werden die Bauchmuskeln durchtrennt, die allerdings von oben nach unten, da sie durch eine Muskelplatte die eben von oben nach unten verläuft, gehalten werden und dann wird die Gebärmutter geöffnet, das geschieht wieder von recht nach links.

Ich hatte in dem Moment kein Zeitgefühl, außerdem war ich abgelenkt, weil mir urplötzlich unglaublich schlecht wurde, doch die Anästhesistin hat mir hiergegen ein Wundermittel in die Vene geschossen, so dass es schlagartig wieder ging, aber daraufhin dachte ich mein Kopf zerspringt. Ich habe noch nie solche Schmerzen im Kopf empfunden wie in diesem Moment, aber auch hierfür bekam ich ein Wundermittel. Und Olli war die ganze Zeit bei mir und hat mir immer wieder gesagt, dass ich das alles so toll mache. Leider konnte ich es in dem Moment nicht, aber ich hätte ihm gerne gesagt, dass er das auch sehr toll gemacht hat.

Und dann war Mia da! Noch ganz blau angelaufen und voller Käseschmiere! Und geschrieen hat sie, wie am Spieß! Sie wurde gleich von einer Schwester zur Notfall-Kinderärztin gebracht, ich habe Olli hinter ihr hergeschickt, denn ich konnte ja nicht :-)!

Kurze Zeit später haben sie sie mir in ein Laken gewickelt bebracht. Während ich zugenäht worden bin, konnten wir ein paar Minuten kuscheln. Hiervon gibt es sogar von der Hebamme gemacht ein unglaublich hässliches Polaroid-Bild! Ein Erinnerungsfoto halt, das mir aber viel bedeutet!

Als dann alles vorbei war, habe ich mit Entsetzen feststellen müssen, dass an dem OP-Tuch, dass uns die glücklicherweise die Sicht versperrt hatte, Blutspitzer befanden. Ziemlich ekelig! Auch wenn es mein Blut war!

Und während der gesamten OP haben die Ärzte sich versaute Witze erzählt. Die Witze selber habe ich gar nicht wahrgenommen, nur dass sie viel gelacht haben und die Hebamme sie zwischendurch daran erinnerte, dass ich keine Vollnarkose habe und meinte: „Meine Herren, die Patientin ist wach!“

Als alles fertig war, wurde ich aus dem OP geschoben, ich konnte noch mal einen kurzen Blick in den mobilen Brutkasten werfen und zusehen, wie einer der Muskelprotze der Feuerwehr versuchte bei der immer noch brüllenden Mia vergebens Blutdruck zu messen. Die Kinderärztin kam auf mich zu und erklärte mir, dass sie Mia nur vorsorglich in die Kinderklinik mitnehmen würden und ich mir keine Sorgen machen soll, da es tatsächlich wirklich nur Vorsicht sei und kein akuter Notfall bestände.

Vage kann ich mich auch noch daran erinnern, dass irgendjemand zu Olli meinte, ob er die Plazenta sehen wolle und ihm so einen silbernen Napf (sah ein bisschen wie so ein Hundenapf aus) unter die Nase gehalten hat. Mehr weiß ich nicht, doch jetzt in Nachhinein hat Olli mir erzählt, dass er sie sich angesehen hat und man ihm auch erklärt hat, was was ist. Doch appetitlich sei es nicht gewesen. Ich muss zugeben, ich glaube, ich hätte sie schon auch gerne gesehen, aber dafür ist’s jetzt zu spät.

Ende gut, alles gut! Zuerst wurde ich noch mal zum Kreißsaal gebracht, vor dem Kreissaal wurde ich noch von der Transport-Liege durch Olli und die Hebamme (und auch glaube, der Facharzt war auch dabei) mit so einem seltsamen Brett in mein Bett verfrachtet. Anschließend brachten sie mich auf mein Zimmer auf der Wöchnerinnen-Station. Olli habe ich zu Mia in die Kinderklinik geschickt, damit jemand bei unserer Schreihals-Tochter ist, denn mit mir wahr ja tatsächlich eh nichts anzufangen.

Und als ich dann da so alleine lag, kam ich zum Nachdenken. Was ich noch alles machen wollte, bevor Mia auf die Welt kommt: zur Akupunktur gehen, weil das angeblich die Geburt erleichtert; das Kinderzimmer fertig machen; Spucktücher besorgen… Und dann kam mir natürlich auch der Gedanke, was eigentlich alles so umsonst war: z.B. der Geburtsvorbereitungskurs der war so gesehen absolut für die Katz. Außer der letzten Stunde, in der es um Babypflege und Stillen ging, konnte ich nichts vom erlernten anwenden.

Und dann war ich einfach nur noch froh, dass alles so gut vorübergegangen war. Dass ich die nächsten Tage solche Schmerzen haben würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht.

Ich war einfach froh, dass ich den besten Mann auf Erden an meiner Seite gehabt habe und dass sich trotz aller Zweifel vorher, jetzt alles ganz richtig angefühlt.

Selbst dass Olli mir alles von zu Hause mitgebracht hatte, was ich ihm an Vortag auf meine „Einkaufsliste“ geschrieben habe, war gigantisch. Welcher Mann weiß schon, welche Hose man als Frau mein, wenn man braune Jogginghose aufschreibt?

39. Schwangerschaftswoche: 20.06.07 – 26.06.07 (10. Monat; 3. Trimenon/ Trimester)

Freitag, Juni 22nd, 2007

Wäre Mia nicht schon da, würde der Platz in der Gebärmutter für sie kaum noch ausreichen. Regelmäßig würde der Arzt die Wehentätigkeit kontrollieren und Mias Herzschlag überprüfen.

2. Lebenswoche: 14.06.07 – 20.06.07 (1. Lebensmonat)

Mittwoch, Juni 20th, 2007

Meinen blauen Mutterpass haben Sie nun weggepackt, nur für die Abschlussuntersuchung beim Frauenarzt (etwa sechs Wochen nach der Geburt) brauchen ich ihn noch einmal. Im gleichen Format wie den Mutterpass und jetzt superwichtig: das gelbe Vorsorgeheft für Mia!

15. Juni 2007: Das Amt

Montag, Juni 18th, 2007

Storch

Wenn’s einfach geht, warum dann nicht kompliziert?

So ist das auch, wenn man im Stadtgebiet Pasing wohnt, für einen hier das Pasinger Rathaus zuständig ist, wo man praktischerweise alle Personaländerungen, KFZ-Änderungen zusammen vornehmen kann, und nicht wie im Kreisverwaltungsreferat von A nach B über C rennen muss und dafür auch mal einen ganzen Tag benötigt. Doch das gilt nicht, wenn man sein Kind außerhalb des Stadtbezirks Pasings entbunden hat, hier die Erklärung auf deren Seite im Internet:

Wenn Ihr Kind in den Krankenhäusern München-Harlaching, München-Neuperlach, München-Schwabing, dem Klinikum Großhadern, dem Klinikum Rechts der Isar, der 1. Frauenklinik Maistraße, der Frauenklinik vom Roten Kreuz Taxisstraße, dem Krankenhaus Dritter Orden, der Paracelsus-Klinik, der Frauenklinik Dr. Boruth in Bogenhausen, der Geisenhofer Klinik am Englischen Garten, der Hebammenpraxis Robert-Koch Straße oder der Hebammenpraxis im Geburtshaus München Nymphenburger Straße zur Welt gekommen ist, wenden Sie sich bitte zur Geburtsbeurkundung an das Standesamt München – Geburtenbüro
Dienstgebäude: Ruppertstraße 11, 4. Stock (Neubau)
U-Bahn Linie U3/U6, Haltestelle Poccistraße
Wenn Ihr Kind im Krankenhaus Pasing oder in der Krüsmannklinik geboren ist, wenden Sie sich bitte zur Geburtsbeurkundung an das
Standesamt München-Pasing

Bei Hausgeburten in München ist für die Geburtsbeurkundung das Standesamt München zuständig, mit Ausnahme von Geburten in den Münchener Stadtbezirken Pasing-Obermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied und Allach-Untermenzing. Bei Hausgeburten und Geburten in privaten Krankenhäusern ist die Anzeige innerhalb einer Woche von Ihnen persönlich unter Vorlage der von der Hebamme ausgestellten Geburtsbescheinigung bei dem zuständigen Standesamt durchzuführen.

Also, daraufhin sind wir am Freitag zum Geburtenbüro in die Poccistrasse gefahren, weil man innerhalb einer Woche nach Geburt des Kindes es hier anmelden muss. Wenn man dann auch so einen Zwerg im Auto dabei hat und es erdrückend heiß draußen ist, dann erklärt man sich auch gerne bereit, gleich in die überteuerte Tiefgarage des KVRs zu fahren anstatt nach einem Parkplatz zu suchen. Das haben wir getan und zu unserer Überraschung war hier der Parkautomat kaputt, so dass man heute umsonst parken konnte.Doch dann würden wir scheinbar für diesen guten, günstigen Start bestraft: Der Aufzug in den 4. Stock des Geburtenbüros war kaputt. Eine Frechheit, also mussten wir den Kinderwagen erst mal hochtragen. Da kann man wirklich nur sagen: Herzlich Willkommen im Kreisverwaltungsreferat der Stadt München!!! Um Mia anzumelden haben wir mehr als 1 ½ Stunden gewartet und dann sind wir auch noch an die langsamste Sachbearbeiterin überhaupt geraten. Als sie die Geburtsbestätigung der Hebamme sah, meinte sie: „Oh, da muss ich mal eben die Standesbeamtin nebenan Fragen, ob wir die Bestätigung so akzeptieren können oder ob sie eine neue brauchen, denn die Geburtszeit 17:46 sieht so aus als wäre sie ausgebessert worden und das darf nicht sein.“ Da rutscht einem das Herz in die Hose, wenn man überlegt, wie lang man jetzt gewartet hat und dann wegen so was eventuell noch mal ins Krankenhaus muss, bloß weil der der Kulli beim Ausfüllen nicht angegangen ist, die Sachbearbeiterin aber meint, hier würde etwas „vertuscht“ oder gemogelt werden.Aber die Standesbeamtin hatte Gnade mit uns und Mia ist nun offiziell als Bewohnerin Münchens angemeldet!

13. Juni 2007: Endlich zu Hause

Montag, Juni 18th, 2007

Endlich bin ich seit Mittwoch zu Hause! Auf dem Weg im Auto habe ich erst mal Rotz und Wasser geheult, einfach weil es so eine Erleichterung war, aus dem Krankenhaus zu sein, die 10 Tage waren schon wirklich lang. Sicherlich war auch ein wenig die Angst dabei, es zu Hause alleine nicht zu schaffen. Aber mehr war die Erleichterung, denn seit Montag lagen wir sogar zu Dritt in dem kleinen Zimmer. Es war alles viel zu eng, ich wusste gar nicht mehr, wo ich Mias Kinderbettchen hinstellen soll und dann auch noch das Betttischchen. Und wenn es doch so hoch angepriesen wird, dass das Krankenhaus „Rooming in“ (also Kind mit aufs Zimmer), dann will ich das auch in Anspruch nehmen, denn schliesslich haben Mia und ich schon 3 Nächte lang ausprobiert, ob wir es zu zweit meistern. Nur gut, das zu letzt die Dritte, die reinkam noch nicht entbunden hatte und leider der Kleine von Yasmin noch in der Kinderklinik war. Wären wir alle drei mit Kindern gewesen, dann wäre es wirklich verdammt eng geworden.
Leider konnten wir nach dem Krankenhaus nicht gleich nach Hause, da uns in unserm Haushalt noch so einiges an Säuglingsbedarf fehlte. Also ging’s erst mal in den nächsten Drogeriemarkt, um Windeln und das Zubehör zu kaufen.
Und mit Entsetzen musste ich feststellen, dass die Leute auf einen Maxi-Cosi genauso gedankenverloren zusteuern wie auf eine Schwangere. Rücksicht gibt es da keine, und wenn schon, was macht das, wenn man seine Einkaufstasche dagegenschmettert.
Den Abend bzw. meinen 30sten haben wir zusammen mit meiner Mama und einem befreundeten Pärchen ruhigen ausklingen lassen und dann die erste Nacht zu Dritt verbracht!

Frau Sagrotan!

Montag, Juni 18th, 2007

Sakrotan

Von ihr muss ich nun auch noch berichten. Auf der Wöchnerinnen-Station gibt es die Schwester S*** (ich will hier keine Namen nennen), doch sie hat sich den Namen Frau Sagrontan wirklich verdient. Dass man bei Säuglingen auf Sauberkeit achten muss, dass ist klar, aber sie hat alles klinisch rein gemacht. Wenn sie mal ein Kind haben wird, dann ist das sicher eines von denen, dass alle Allergien dieser Erde bekommt, weil es die ersten Jahre nie in Berührung mit Dreck gekommen ist.
Wenn sie in unser Zimmer kam, rief sie mit ihrer durchdringenden Stimme immer erst mal: „Und was macht der Stuhlgang?“ und dann hat sie sich immer erst mal an dem Spender hinter der Tür die Hände desinfiziert und dann auch noch Einmal-Handschuhe angezogen, als hätten alle Patienten des Zimmers 2 die Pest. Keine andere Schwester hat das getan und schon gar nicht zum Betten aufschütteln.
Einmal als ich mir Mias Spucktuch auf den Schoss gelegt hatte, meinte sie, dass ich das Tuch sofort auftauschen soll, da von meinem Wochenfluss nun Keime daran wären und ich damit das Kind infizieren könnte. Ich habe mir das Tuch ja nicht zwischen die Beine gestopft und danach Mia den Mund abgewischt, aber Frau Sagrotan hat es mit entrissen und in die Wäsche geworfen.
Nach jedem Toilettengang sollten wir auch die Kloschüssel einmal desinfizieren, aber ich glaube Frau Sagrotan hätte es super gefunden, wenn wir die Schüssel auch dann desinfiziert hätten, wenn wir nur ein Taschentuch ins Klo geworfen hatten.
Leider fallen mir gerade ihre ganzen keimfreien Taten nicht mehr ein, habe die Gutste schon so verdrängt. Aber sobald mir wieder was einfällt, trage ich es hier nach.
Nur kann ich noch eines sagen, Schwester S*** war nicht besonders beliebt mir ihrem Keimfimmel, denn einmal als ich ins Stillzimmer (hier können die Mütter stillen bzw. Milch abpumpen, wenn sie das nicht auf dem Zimmer wollen bzw. können) meinte eine andere Mutter: „Ich kann die Schwester S*** nicht abhaben, alleine ihre quietschige Stimme bringt mich auf die Palme und ihr Sauberkeitstick auch!“

Doch das schlimmste war wohl, dass dieser keimfreie Tick doch auf Dritte übertragbar ist. Denn der Freund meiner Zimmerkollegin Yasmin hat sich davon anstecken lassen. Bei ihm hat es sich zu einer regelrechten Sucht entwickelt. Alleine dadurch dass in der Kinderklinik, in der der Sohn der beiden lag, es wohl schon sehr streng gehandhabt wurde mit dem Desinfektionen, hat es seinen Tick gefördert. Selbst bei uns im Krankenhaus war er regelmäßig nur noch am Deinfizieren, wenn er das Krankenhaus betreten hat und ein weiteres Mal, wenn er unser Zimmer betreten hat. Klar, es hat sich ja auch angeboten, da ja an jeder Ecke die Spender dafür hingen. Er hat schon immer, wenn er unser Zimmer betreten hat, nach dem Alkohol der Desinfektionsmittel gerochen als wäre in einen solchen Spender persönlich gefallen. Aber laut Yasmin hat er ernsthaft schon überlegt für zu Hause einen solchen Spender zu besorgen.