Archive for Mai, 2007

36. Schwangerschaftswoche: 30.05.07 – 05.06.07 (9. Monat; 3. Trimenon/ Trimester)

Mittwoch, Mai 30th, 2007

Die Senkewehen beginnen. Sie tun nicht weh, sondern äußern sich nur dadurch, dass der Bauch hart wird und deutlich nach unten gesenkt ist, der Druck auf die Blase nimmt jetzt noch einmal richtig zu, aber ich kann wieder besser durchatmen.

Mia kann schon trinken

Mittwoch, Mai 23rd, 2007

Mia hat noch keine richtige Verdauung, also nicht so, dass sie große und kleine Geschäfte verrichten könnte. Da sie ja nur Flüssiges zu sich nehmen kann (die anderen lebenswichtigen Stoffe bekommt sie ja von mir über die Nabelschnur), sprich das Fruchtwasser, kann sie somit nur Pippi machen. Letztendlich dient auch das Trinken von Fruchtwasser nur der Übung, damit sie Schlucken lernt. Meines Wissens nach kann sie auch noch nicht wirklich durstig sein. Außerdem ist das eine Beschäftigung, was soll sie denn auch schon den ganzen Tag da drinnen so machen?

Naja, und was rein kommt, muss halt auch wieder raus – genau wie bei uns.

Und wenn es bei ihr rauskommt, dann läuft es nunmal direkt wieder ins Fruchtwasser, was aber selbstverständlich von meinem Körper regelmäßig ausgewechselt wird, d.h. alle 3 bis 4 Stunden ist das Wasser (außer wohl immer einem kleinen Rest) auch ausgewechselt, so dass sie da nicht die ganze Zeit in all ihrem Pippi schwimmt und es erneut trinkt.

Ist ja auch total faszinierend, was nach dem Blasensprung passiert. Denn 30% aller Geburten beginnen mit dem Blasensprung und erst dann kommen die Wehen. Beim Blasensprung kann man locker mal 1 Liter oder mehr Fruchtwasser verlieren, d.h. aber nicht, dass das Kind dann auf dem Trockenen liegt. Nein, mein Körper produziert dann innerhalb von 2 Stunden das Wasser nach, was dann eigentlich nicht mehr normal abgehen sollte, weil zu dem Zeitpunkt das Kind schon mit dem Kopf weiter runter in die Geburtslage gerutscht ist und somit den Weg für das Wasser nach Außen abschließt. Allerdings ist das der Idealfall. Ist das nicht so, dann muss die werdende Mutter auf alle Fälle liegen bleiben, damit kein Wasser mehr abgeht.

23. Mai 2007: Geburtsvorbereitung die Fünfte

Mittwoch, Mai 23rd, 2007

Was ist eigentlich das Wochenbett?

Als Wochenbett bezeichnet man die Zeit ab der Nachgeburt, das ist bis zu 6–8 Wochen nach Geburt des Kindes. Während dieser Zeit erholt sich die Mutter von Schwangerschaft und Geburt: Die Gebärmutter und andere Organe bilden sich zurück, die Haftstelle des Mutterkuchens, welche regelrecht eine Wunde in der Gebärmutter gerissen hat, heilt unter Absonderung des Wochenflusses ab. Bei stillenden Müttern beginnt innerhalb von 3–4 Tagen die Bildung von Muttermilch, vorher kommt lediglich Vormilch, diese ist fett- und kalorienreicher. Eventuelle Geburtsverletzungen (Dammschnitt oder –riss) heilen in der Zeit des Wochenbettes.

Die Beziehung zwischen Kind und Mutter entsteht und entwickelt sich. Zentrale Themen für Mutter und Kind sind in der ersten Zeit meist die Gewöhnung an das Stillen, der Schlaf- und Trinkrhythmus des Kindes und allgemein seine Zufriedenheit.

Die Wöchnerin bedarf, insbesondere im Frühwochenbett (1.–10. Tag nach der Geburt), besonderer Ruhe und Pflege. Sie sollte keinerlei körperliche Arbeit verrichten, sondern sich voll auf ihr Neugeborenes und sich selbst konzentrieren. Deshalb besteht auch seit 1952 in Deutschland im Rahmen des Mutterschutzgesetzes ein absolutes Beschäftigungsverbot für Mütter in den ersten acht Wochen nach der Niederkunft.

Früher sollten die Frauen auch die ersten 10 Tage nach der Geburt im Bett bleiben, doch dies macht man nicht mehr, da keine Gefahr besteht, wenn man gleich nach der Geburt schon aufsteht.

Aber man darf nicht vergessen, dass auch der frisch gebackene Vater mehr oder weniger im Wochenbett ist. Denn auch für ihn verändert sich viel, zwar nicht hormonell, aber schließlich ist man ja jetzt zu DRITT!

Und ein wenig mehr darüber und die Geburt selbst wird Olli am kommenden Freitag beim Partnertag des „Hechelkurses“ von der Hebamme mit auf den Weg bekommen.

Es ist schön, dass einem so ein Kurs angeboten wird, denn sich das Wissen nur über Bücher anzueignen, ist nicht wirklich befriedigend, mit ein paar Gleichgesinnten seine Probleme, Ängste auszutauschen und von einer erfahrenen Hebamme Tipps auf den Weg in den Kreißsaal zu bekommen, ist schon wesentlich besser, auch für die werdenden Väter.

Und wenn mir die Tipps dann auch noch helfen, weniger Angst vor der Geburt zu haben und sie mir gegebenenfalls sogar erleichtern, dann hab ich sicher nichts falsch gemacht.

35. Schwangerschaftswoche: 23.05.07 – 29.05.07 (9. Monat; 3. Trimenon/ Trimester)

Montag, Mai 21st, 2007

Spätestens jetzt müßte sich Mia in die Geburtslage gedreht haben: Kopf nach unten. Doch ich mach mir da keine Sorgen, denn sie liegt seit dem 5. Monat schon unverändert in dieser Position, wäre also unwahrscheinlich, wenn sie diese auf ein mal ändern würde.

17. Mai 2007 (Christi Himmelfahrt) bis 20. Mai 2007: Die Küche nimmt Formen an

Montag, Mai 21st, 2007

17. Mai 2007: Olli und ich fliesen den Küchenboden inklusive dem Rand, so dass er morgen verfugt werden kann. Wir haben ja eine Mischung aus weißen und orangenen Fliesen ausgewählt und uns im Vorfeld schon mit einer Skizze überlegt, wie sie gelegt werden, damit die wenigen orangenen Fliesen aussehen, als würden sie willkürlich dazwischen liegen und kein Muster entsteht.

18. Mai 2007: Meine Mama und Peter verfugen den Boden und Randteile, streichen noch einmal und weil Peter und sein Perfektionismus 🙂 es nicht aushalten, dass die Heizung nicht mehr die schönste ist, wird die auch gleich noch gereinigt und gestrichen. Olli besorgt unsere neue Küche bei dem Schwedischen Möbelhaus für Nicht-Großverdiener und bekommt tatsächlich alle Einzelteile (obwohl bei der Abfrage der Einzelteil im Internet am Vorabend angeblich einige Teile nicht vorhanden sind), doch die nette Verkäuferin weist ihn darauf hin, dass man in die Küchenplatte für die Herdplatten kein Loch schneiden könnte, da dann die Platte (die aus Edelstahl ist) blau anlaufen würde. Wenn’s doch einfach geht, warum dann nicht doch kompliziert?!?! Doch Peter räumt die Bedenken aus, weil er meint, dass würde nur dann passieren, wenn man das Loch mit einer Flex schneiden würde, da die extrem heiß wird, doch mit einer Metallschwere (so was wie ein gaaaaaaaaaanz toller Dosenöffner) dürfte es kein Problem sein. Ich grundiere abends noch Teile der Küchenwand, da dort morgen anstatt eines Fliesenspiegels an der Wand Latexfarbe hin soll.

19. Mai 2007: Ich streiche die Latexfarbe an die Wand und es sieht wirklich toll aus. Olli schneidet vormittags erfolgreich mit Peter das Loch für die Herdplatten in die Arbeitsplatte und schraubt sonst an den Hängeschränken und Unterschränken. Abends hängen dann die Hängeschränke auch schon, so dass sie morgen eventuell schon befüllt werden können.

20. Mai 2007: Meine Mama und ich räumen unsere alte Küche innerhalb von 3 Stunden komplett aus. Ähnlich wie fürs Campen lasse ich vom Besteck und den Tellern jeweils immer 2 Sachen noch uneingepackt, damit wir die nächsten Tage hier noch halbwegs vernünftig essen können. Auch ein Topf und eine Pfanne müssen noch nicht in den Karton. Aber ab heute wird erst mal nur aus Flaschen getrunken, denn Gläser und Tassen sind vollständig eingepackt. Und solange noch kein Kind das sieht, dass wir ganz unanständig aus der Flasche trinken, ist das schon o.k. 🙂

Während wir einpacken, hat sich Olli schon an die Wasserinstallationen gewagt, aber wenn’s doch einfach geht, warum dann nicht doch kompliziert?!?! Denn gerade geht nur das Warmwasser, das Kaltwasser will nicht so recht.

Und soweit es möglich ist, räumen wir die mit Küchenutensilien gefüllten Kartons in der neuen Küche auch schon wieder aus.

Trotz alle dem: Es wird, auch die Küche und sobald sie fertig ist, gibt’s dann wieder schockierende Vorher-Nachher-Bilder!

17. Mai 2007: Mit meinen Kräften am Ende – Zusammenbruch

Montag, Mai 21st, 2007

Unsere Renovierungs- und Umzugsarbeiten gehen mir ziemlich an die Nieren. Es macht mich wahnsinnig, dass ich nicht so helfen und mitarbeiten kann wie ich eigentlich möchte. Mir fehlt fast immer die Kraft oder der Bauch ist im Weg. Noch nicht einmal eine einfache Steckdose kann ich in die Wand schrauben, weil es einfach nicht mehr geht. Und weil ich weiß, dass es ja mal ging, bringt mich das zum Toben. Am Boden sitzen (und dann alleine wieder zum Stehen kommen), Schleppen und Tragen geht auch nicht mehr, da ich eigentlich nichts tragen soll, was schwerer als 5 kg ist, und trotzdem ist es irgendwie ziemlich kompliziert einen Karton vor sich herzutragen, der nur 4,9 kg wiegt, wenn da so ein Bauch im Weg ist. Zumal sich der Bauch auch noch mit Tritten und Hieben beschwert, wenn man zu oft etwas dagegen drückt. Und dann das größte aller Übel: Ich passe noch nicht einmal mehr in meine Arbeiter-Latzhosen, denn auch die sind jetzt zu eng.

Und die Wohnung will und will nicht fertig werden. Mein Lieblings-Slogan ist mittlerweile: ‚Wenn’s doch einfach geht, warum dann nicht kompliziert bzw. mit Stolperfallen machen.’ Mir scheint es so als würde einfach nichts auf Anhieb funktionieren: Erst ist die Toilette undicht, dann das Waschbecken, der alte PVC-Boden in der Küche lässt sich nur mühevoller als mühevoll lösen … Es kann einfach nichts mal einfach so komplett reibungslos funktionieren. Warum auch?!?!

Zwischendurch kommen mir immer wieder gewaltige Zweifel, ob wir wirklich zum 31.05.07 aus der alten Wohnung draußen sind und diese dann auch noch im renovierten Zustand fristgemäß verlassen und nicht doch auf einer Baustelle einziehen. Keine Ahnung! Ich weiß, dass wir unsere Familien fest hinter uns haben und sie uns auch mit all ihren Kräften unterstützen! Ich versuche in der alten und in der neuen Wohnung alle leichten Tätigkeiten an mich zu reißen, damit ich mir nicht zu sehr wie ein jammernder Klotz vorkomme. Olli macht so viel, er schleppt, installiert, schraubt, bohrt… und jammert nicht sondern freut sich, dass er noch gar keine Rückenschmerzen hat. Sowohl er als auch meine Mama sagen, dass das alles kein Problem ist und dass es nur darum geht, dass die Wohnung für Mia schön ist und sie dort glücklich mit glücklichen Eltern aufwachsen kann. Was soll man da denn noch zu sagen?

16. Mai 2007: Geburtsvorbereitung die Vierte

Montag, Mai 21st, 2007

Bei „Geburtsvorbereitung die Dritte“ hatte ich ganz vergessen zu erzählen, dass wir auch den Kreißsaal angesehen haben, wobei man tatsächlich dazusagen muss: Da gibt der eine dem anderen nichts.

Irgendwie sehen die wahrscheinlich alle recht gleich aus. Ich nehme mal an, dass es eine Hand voll Kreißsaal-Ausstatter und Designer gibt, so dass die Auswahl für die Krankenhäuser recht gering ist.

Ansonsten haben wir heute nur weitere Hechel-Übungen, Massage-Übungen mit dem Igelball und Theorie über die Geburt gelernt/ besprochen. Denn bis heute war mir nicht klar, dass sich das Kind bei der Geburt, sobald der Kopf geboren ist, noch mal um 90 Grad drehen muss. Bzw. ich hatte mir bisher noch keine Gedanken darüber gemacht, aber tatsächlich ist es ganz logisch. Man muss sich einfach vorstellen, man würde von oben auf sein eigenes Becken sehen, dann ist es oval, also der Länge nach vom einen Hüftknochen zum anderen, würde man aber von unten in sein eigenes Becken sehen, dann wäre es zwar auch oval aber vom Steißbein bis zu den Schambein und somit genau um 90 Grad versetzt zum oberen Teil. Also ist es ganz logisch, dass sich das Kind unter der Geburt drehen muss, damit es mit den Schultern nicht hängen bleibt.

Geburt

34. Schwangerschaftswoche: 16.05.07 – 22.05.07 (9. Monat; 3. Trimenon/ Trimester)

Montag, Mai 21st, 2007

6 Wochen vor der Geburt habe ich als Angestellte das Recht, den Mutterschutz anzutreten. Doch nachdem sich bei mir sehr viel Urlaub angesammelt hatte, gehe ich schon seit Anfang April nicht mehr Arbeiten. Allerdings kann ich mir auch gar nicht vorstellen, dass ich bis jetzt hätte Arbeiten müssen, denn schon bis Anfang April war es oftmals sehr mühevoll, da das lange Sitzen nicht wirklich angenehm war.

12. Mai 2007: Unser Bad ist fertig

Montag, Mai 14th, 2007

Das Bad wie es einmal war

Das Bad wie es jetzt ist

09. Mai 2007: Geburtsvorbereitung die Dritte

Sonntag, Mai 13th, 2007

Wirklich spannender wird es nicht, also auf keinen Fall spektakulär! Eher informativ!

Doch das witzigste ist immer noch die Hebamme, denn zum Schluss eines jeden Kurses machen wir Entspannungsübungen, d.h. 10 Planschkühe liegen im legendären Jadesaal auf Stillkissen am Boden und atmen tief ein und mindestens genauso tief wieder aus. Und dann soll zwischendurch der Arm oder das Bein oder dies oder jenes sich ganz schwer anfühlen. Ist gar nicht so einfach, denn ich fühle mich eigentlich überall ganz schwer, denn seit Ende letzter Woche steht jetzt zu meinem Entsetzen auch noch eine 7 vor meiner Gewichtsangabe! Aber der Höhepunkt ist dann immer der, wenn die Hebamme sagt:: „Und jetzt atmet Ihr ganz tief ein und schickt den Atem durch Euer BÄUCHLEIN zu Euerm Kind!“. Ich bin mir ja nicht sicher, ob überhaupt noch jemand von uns wirklich ein Bäuchlein hat eher dicke Ranzen.

Zwischendurch muss ich wirklich aufpassen, dass ich nicht in schallendes Gelächter ausbreche, denn ich stelle mir dann vor, dass jemand nichtschwangerer oder total biederer zwischen uns sitzt und auch zwischen seinen Beinen rumsucht, wo eigentlich sein Beckenboden genau ist. Oder man sich über fleischige Schamlippen, die auch mal zwicken, stechen… unterhält. Aber hier das ganz normal und das ist auch gut so!