Weil es ja noch nicht reicht

August 11th, 2016

AusweisTja, wir lassen einfach nichts aus. Zum Jahreswechsel hatte ich  ja schon geschrieben, dass es mit Krankheiten, Krankenhausaufenthalten und weiterem Mist jetzt endlich mal enden sollte. Unser „Krankheitstöpfchen“ ist doch eigentlich wirklich voll. Aber wer auch immer so etwas bestimmt (ich bin nicht gläubig, kann mir aber vorstellen, dass da eventuell doch eine „Macht“ gibt, die so etwas bestimmt, festlegt, verteilt), der meint es nicht gut mit uns.
Die Sommerferien haben begonnen und das leider mit einem Krankenhaus-Aufenthalt für Mia.
Als Vorgeschichte muss man dazusagen, dass Mia von Geburt an immer verglichen an Gleichaltrigen die Kleinste, Dünnste, Leichteste war. Das war immer etwas problematisch, wenn sie krank wurde, denn dann isst man oft ja gar nichts oder weniger und so hatte sie dann eigentlich auch nichts zu zehren. Eigentlich so mit dem zweiten Kindergarten Jahr hat sie ein paar Pölsterchen angesetzt, nicht dick, nicht moppelig, einfach ein wenig Polster für schlechte Tage J Seit eineinhalb Jahren hat sie dann ziemlich abgenommen. Sie hat auf einmal weniger gegessen und hat uns irgendwann auch erzählt, dass ein Mädchen, das mit ihr im Kindergarten war und jetzt in die Parallelklasse geht, gesagt hätte, dass sie grad ganz schön dick wäre. Es für mich unfassbar, dass es schon in der ersten Klasse solche Aussagen mit solchen Auswirkungen gibt. Dennoch waren wir auch noch beim Kinderarzt, hier wurde ein Bluttest gemacht, um sicher zu gehen, dass hier alles in Ordnung ist. Diagnose vor ungefähr einem Jahr: Vorpubertät…die Hormone spielen jetzt schon ein wenig verrückt, so dass die typischen Zickereien auftreten, aber auch dieser enorme Gewichtsverlust, der aber noch im Rahmen liegt. In den letzten Wochen habe ich sie gar nicht gewogen, aber gefühlt ist sie noch dünner geworden. Kritisch ist für mich ja generell, wenn jemand wesentlich dünnere Oberarme als Unterarme hat, was man oft auch bei Menschen mit Essstörungen sehen kann. Und auch das war auf einmal der Fall. Sie hat aber normal bis viel gegessen und ab und an stand ich wirklich an der Toilettentüre und habe gelauscht, ob sie sich vielleicht übergibt. Aber nein, da war nichts. Zusätzlich kam noch dazu, dass wir über Jahre versucht haben, ihr beizubringen, dass sie über den Tag verteilt eine bestimmte Menge trinken muss. Hätte man ihr die Trinkflasche nicht hinterher getragen oder sie regelmäßig daran erinnert, hätte sie einfach gar nichts getrunken….selbst bei Hitze oder Sport. Und siehe da, nach jahrelangem Erinnern, Schimpfen, Hinterhertragen, ging das auf einmal!!! Juheeee, aber komischer Weise war das auf einmal unglaublich viel. Wieviel genau, kann ich nicht sagen, aber geschätzt hat sie an einigen Tagen wirklich 3 Liter getrunken, was für eine 9jährige mit einem Körpergewicht um die 22 Kilo mir etwas zuviel erschien.

Und nach 6 bis 8 Wochen haben bei mir dann doch die Alarmglocken geklingelt. Dieses Muster kam mir schon sehr bekannt vor. Vor 11 Jahren war das bei Olli (Mias Papa) auch so. Er hat über einen relativ kurzen Zeitraum um die 20 Kilo abgenommen, aber nicht Diät gehalten oder weniger gegessen…eher im Gegenteil. Und man hätte ihm eine Wasser-Pipeline legen können, soviel hat er getrunken. Diagnose: Diabetes Typ 1!
Dadurch dass Papa Diabetiker ist, haben wir natürlich alle „Gerätschaften“ zu Hause und ich habe ihn gebeten, dass er bei Mia mal die Blutwerte misst. Über 3 Tage sahen die Werte katastrophal aus und als der Wert eines Abends bei über  500 (normal wäre irgendwas um die 100) lag, haben wir uns entschieden, am nächsten Tag morgens gleich in die Klinik zu fahren, die glücklicherweise nicht weit weg von Daheim liegt und eine spezielle Kinder-Diabetologie hat. Ich habe selbst noch schnell den Junior in die Kita gebracht, während Mia und Papa schon mal vor in die Klinik sind und bin dann nachgefahren. In dieser Spanne der halben Stunde, die ich noch unterwegs war, stand die Diagnose bereits fest: Diabetes Typ 1.
Das war uns ist ein harter Schlag ins Gesicht. Wir sind gerade noch total geschockt, weil Mia nun ihr Leben lang Insulin spritzen werden muss, wir als Familie unsern kompletten Lebensstil umstellen müssen, alle Mahlzeiten gewogen werden müssen, es Essensperren gibt usw. Den kleinen Vorteil den wir haben, ist, dass Olli selber Diabetiker ist. Dennoch ist bei Kindern sehr vieles anders.
Nun war Mia 4 Tage in der Klinik. Regulär ist man zum Einstellen 7 bis 8 Tage dort, aber aufgrund von Ollis Vorkenntnissen haben wir eine „Sondergenehmigung“ erhalten.
Wir Eltern wurden die 4 Tage zwischen 3 und 5 Stunden täglich geschult, das war ein extremer Informationsfluss. Mir hat da wirklich jeden Abend der Kopf geraucht, da ich zwischen Krankenhaus, Schulung, zu Hause, Mittagessen für mich kochen (da Olli mit ihr aufgenommen wurde), Anton aus der Krippe holen und dann wieder ins Krankenhaus, weiter Schulung und dann gegen 7 heimfahren, wie eine Verrücke hin- und hergefahren bin.

Den ersten und zweiten Tag musste ich sogar Mia teilweise spitzen. Klar, für den Notfall muss ich das können. Ich habe das mit Einmalspitzen gemacht. Aber das ist hart, das eigene Kind zu Spitzen und dann noch in den Bauch in eine Bauchfalten, wo das Kind doch so dünn ist, dass da eigentlich keine Bauchfalte ist.
Wir haben tatsächlich im Krankenhaus das „Rundum-Sorgenlos-Paket“ mit Diabetologin, Diät-Assistentin und Psychologin für uns und Mia erhalten.
Dieser Schlag ins Gesicht aufgrund der Diagnose und der Zukunftspläne und auch Wünsche für mein Kind, benötigt auch eine Psychologin und ich bin heilfroh, dass wir die haben.
Man trägt da schon ein ganz schönes Päckchen mit sich herum. Der Gedanke, dass mein mittlerweile so großes Baby (aber sie bleibt meine Kleine) jetzt für ihr Leben krank ist, für immer Insulin spritzen muss und die allgemeinen Gefahren von Diabetes durch falsches Handeln wie Unterzucker, Überzucker, körperlichen Schäden bis hin zum Koma, sind extrem heftig zu ertragen. Meine Kinder sind mein Ein und Alles, mein Fleisch und Blut. Warum hat jetzt Mia Diabetes und das regiert und schränkt (bis Routine drin ist) ihr noch so junges Leben ein? Warum hab nicht ich das anstatt ihr bekommen? Es ist so fies!!!!

Aber nichts desto trotz, es muss weiter gehen. Wir reden nichts schön und ich möchte auch nicht die Aussage hören „Ach, das haben auch andere Kinder, die kommen schon damit klar. Die lernen das alles! Schneller als Du denkst“. Da kotze ich, ich bin ja nicht blöd, das weiß ich auch, aber hilft mir überhaupt nicht. Ich mache mir Sorgen: Hat mein Kind all sein zeug dabei. Hoffentlich kippt sie nicht um! Was passiert, wenn sie umkippt? Wird sie in Schule/Hort gemobbt, weil sie jetzt eine Sonderstellung hat? Vergisst sie nicht zu spritzen und spritzt sie richtig?
Schließlich betrifft das nicht nur Mia sondern die ganze Familien. Und ja, wir schaffen das….wie schon viele andere auch. Aber das kostet viel Kraft, Wut, Traurigkeit und das verarbeitet jeder anders, deswegen kann man das Schicksal (wenn vielleicht auch das gleiche, wie unseres) weder vergleichen noch werten. Ich will kein Mitleid und Mia Sicherheit auch nicht. Akzeptanz und ab und an etwas Rücksicht reichen, meinetwegen auch Hilfeangebote, aber keine Vergleiche. Und wenn in China ein Radl umfällt oder in Afrika Kinder hungern, so ändert das nichts an unserer Situation. Und hätte Mia kein Diabetes, dann wäre dennoch das Radl umgefallen und die Kinder würden leider hungern.
Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und dürfen ja lt. unserer Ärztin nächste Woche in den Urlaub, den wir alle so nötig haben. Wir freuen uns auf Wien und Ungarn!!!!

Und deswegen will ich all unsern Freunden danken, die uns und insbesondere Mia im Krankenhaus besucht haben. Und das selbst unter schwersten Bedingungen: Koffer die eigentlich gepackt gehörten; Besuch, der zu Hause alleine geblieben ist..
Danke an: Lisa und ihre Tante, Ella und Alex, Anouk und Anke, Anna und Lidia, Oma und Opa!
Und unseren Omas, die so toll für Anton in der Zeit da waren, und somit Olli und mir für die Schulungstermine den Rücken freigehalten haben. Ihr seid so toll und eure Enkelkinder lieben euch beide unglaublich! Und liebe Gisela: Es tut uns leid für den Doppelshock, Du weißt, was ich meine. Wir sind für alle Fragen offen.
Und einen ganz großen Dank auch an Janine und Nina, die mich abendlich mit Telefonaten unterstützt haben, sonst wäre ich zu Hause durchgedreht.

Um das Alter kommt keiner herum

Juli 11th, 2016

Unser Kater rennt miauent durch den Garten. Ich denke, er jammert einfach gerne, weil er schon so alt ist :-)

Daraufhin kommt dieses Gespräch auf:

MAMA: Oh, der Shakur (so heisst unser Kater) ist schon soooo alt, der ist ein richtiger Katzenopa.

MIA (Klugscheißer): Noch viel älter als ein Katzenopa.

ANTON: Ja, mein Opa ist auch alt!

Pampers auf Nimmerwiedersehen

Juni 20th, 2016

Mit etwas mehr als 2,5 Jahren haben wir uns von den Windeln verabschiedet. Von heute auf morgen…sogar nachts. Wir sind mächtig stolz auf unsern kleinen Mann, der somit natürlich in der Krippe zu den Grooooooßen gehört, die aufs Klo gehen, und der hoffentlich bald in den Kindergarten gehen darf.

Bitte fragt mich nicht, wie wir das gemacht haben, denn er ist wirklich noch sehr jung, aber nicht unbedingt ausserhalb der Norm. Es ging einfach so . Ein wenig gutes Zureden und schwupp war er trocken. Jetzt müssen wir nur noch den lästigen Schnuller loswerden :-)

Nochmal solange und Du bist volljährig

Juni 15th, 2016

Jetzt wird meine Maus schon 9 Jahre alt und seit ihrer Geburt hat sie an ihrem Geburtstag und/oder ihrem Partytag immer schönes Wetter gehabt. Doch dieses Jahr hat uns das Glück maßlos verlassen. Dennoch haben wir uns nicht abbringen lassen und alles in einer Regenpause durchgezogen.
Es wird ja jedes Jahr schwerer, sich etwas Spannendes zum Geburtstag zu überlegen. Zu Hause feiern ist einfach schwer, weil wir aufgrund Platzmangel keine richtige Party auf die Beine stellen können. An sich ist unsere Bude schon voll, wenn wir alle daheim sind. Wenn dann aber noch 5 zusätzliche Kinder da rumschwirren, dann macht das keinen Spaß. Nach Schnitzeljagd, Nachtwanderung, Kletterhalle musste was Neues her. Und siehe da: Unsere Idee ein Tipi aufstellen.
Nicht weit von uns entfernt gibt es an einem Baggersee eine Art…nennen wir es mal Kommune. Auf einer großen Wiese direkt neben dem Feld vom Bauern haben ein paar Alternative ihre Zelte und andere ungewöhnliche Wohnmöglichkeiten aufgestellt. Es ist irgendwie eine Mischung aus Kommunen und Schrebergarten. Jeder kann da sein stilechtes Zelt aufstellen und solange er sich darum kümmert, ist alles fein. Kümmert er sich nicht darum, dann gammelt das Ding vor sich hin und dann kommt irgendwann der nächste und stellt da seine Behausung hin.
Wir haben dort angefragt, ob wir da feiern dürfen und wurden sehr herzlich eingeladen, das zu tun. Der „Tipi-Chef“ Wastl hat mich eine Zeichnung gemacht, wie man so ein stilechtes Tipi näht. Die benötigten Stangen zum Aufstellen durften wir dort nutzen. Also habe ich aus 18qm Stoff ein Tipi mit einer Höhe und einem Durchmesser von 3 Metern genäht. Plan war, dass die Kinder dies mit Textil-Fingerfarbe verschönern, wir es gemeinsam aufstellen und uns dann die Zeit auf der Tipiwiese vertreiben. Abends sollten dann Eltern und Geschwister der geladenen Gäste kommen und wir wollten gemeinsam Lagerfeuer machen. Tja, und es war dann aber Regen angesagt….und des hat auch geregnet. Also haben wir umdisponiert, was sonst.
Wir haben unsern Waschkeller leer geräumt und dort das Tipi angemalt, dann sind wir in einer Regenpause zur Tipiwiese gefahren und haben es aufgestellt. Gerade als wir mit dem Kuchenessen im Tipi fertig waren, hat es wieder das tröpfeln angefangen. Und anstatt Lagerfeuer und unglaublicher Enge waren anschließend alle Eltern und Geschwister bei uns, wir haben im Garten gegrillt und hatten eine Art Stehparty, denn um die 35 Personen in unserer kleinen Wohnung sind schon ganz schön kuschelig. Aber alles hat geklappt, alle Kinder inklusive dem Geburtstagskind sind glücklich, schmutzig und müder ins Bett.

Kirche Tipistangen GeburtstagstruppeStangen aufstellen Tipi fertigTipi allein Kuchen im TipiKcuhen Eintrittsgeld

„Oben ohne“

Mai 29th, 2016

Irgendwie hat der Sommer diese Jahr ziemlich auf sich warten lassen, dennoch haben wir es uns nicht nehmen lassen, bei trockenem Wetter „oben ohne“ zu fahren. Wir waren viel mit unserm Kübelwagen unterwegs, aber auch mit dem Bollerwagen. Außerdem kann Anton seit diesem Frühjahr Laufrad und Roller fahren. Er hat sich lange geweigert, wenn wir es ihm angeboten haben, aber irgendwann sagte er „Ja“ und es fluppte. Er ist auch mächtig stolz, dass er mit dem alten Laufrad von Mia fahren darf, denn er weiß, dass sie da auch schon drauf saß.

Rollschuhe  Bollerwagen  Rollern  Laufrad   Frisör Dreirad kü2 Kü

Fasching!!!!!

Februar 22nd, 2016

Ich selber bin ja kein großer Verkleidungsfan, aber meine Kinder schon. Bei Mia flaut das schon langsam etwas ab, aber Anton ist da voll dabei.
Dieses Jahr war das Motto in der Krippe „Tiere“. Ich war ja schon gespannt, wie viele Prinzessinnen, Cowboys und Spidermans  auftauchen werden. Aber es ging. Das außergewöhnlichste Kostüm war ein Astronaut, der dann in der Kita unter den Tieren herumsprang, aber auch der ein oder andere Spiderman. Wir haben uns diese Jahr für eine Eule entschieden und waren auch damit einzigartig. Mamas Nähmaschine ist mal wieder heiß gelaufen!

eule vorne eule hinten

Skifahren

Februar 13th, 2016

Auch wenn die Schneeverhältnisse nicht sonderlich gut waren und ich aufgrund meiner Bandscheiben-OP nur vorsichtig bis gar nicht fahren sollte, haben wir es uns nicht nehmen lassen und waren in den Bergen. Auch Anton durfte mal probieren. Es war wirklich nur ein Probieren, denn in dem Alter haben sie einfach noch zu wenig Kraft in den Beinen. Aber jetzt stand er mal drauf und ist etwas rumgerutscht und kann jetzt behaupten, er wäre schon mal Ski gefahren :-)

anton ski skifahren

Was Kranksein angeht, streiche ich das Jahr 2015…Jammerzeit

Dezember 27th, 2015

virus

Ja, ja, ich weiss! Man sagt immer, dass 10-12 Erkältungen im Jahr vor allem bei Krippenkindern ganz normal ist. Aber das toppen wir, zumal wir ja nicht nur Erkältungen und Schnupfen habe, sondern allen anderen Sch… auch noch mitnehmen. Wenn irgendwo ein Virus oder Bakterium herumschwirrt, dann kommt es ganz sicher zu uns.

Gefühlt waren wir als Familie das Jahr 2015 mehr krank als gesund. Ich sag ja immer die Definition von Familie ist: „Einer krank, alle krank! Und am besten die Kinder schon auf dem Weg der Besserung oder beinahe gesund, wenn man als Eltern komplett flach liegt… im schlimmsten Fall zu Zweit!“.

Angefangen hat es ja schon Ende letzen Jahres, da waren Mia und Olli so grippig, dass ich zwischen Christbaumschmücken und Geschenkeeinpacken und Teekochen nur noch wie eine Wahnsinnige hin- und hergesprungen bin. Wenn ich mich recht entsinne, war ich dann Silvester nicht ganz fit, aber bei weiterm nicht so schlapp wie die beiden an Heilig Abend. Extrem wurde es dann nach etlichen Erkältungen und Schnupfen an Ostern. Anton war die kompletten Osterferien 2 Wochen am Stück krank. Und weil die Kinderarzt-Vertretung ihn noch nicht mal richtig angesehen hat, wurde aus einer Bronchitis auch noch eine Lungenentzündung. An Mias Geburtstagsfeier habe ich ein nicht mehr ansteckendes Kind namens Anton mit Drei-Tage-Fieber durch die Privatvorstellung in der Sternwarte im Tragesack geschleppt. Die Sommerferien in der Sonne haben wir mit Bronchitis bei Anton, Magen-Darm bei Anton und mir, Bindehautentzündung (die wir kurz vor den Ferien auch schon mal hatten) von Mia und Anton, Sonnenalllergie bei Anton und einem Wespenstich im Süden verbracht. Der krönende Abschluss war dann noch eine Erkältung, die ich mit nach Hause gebracht habe und alle schön verteilt habe. Achja, vor den Sommerferien hat Mia an einem der letzten Tage vor den Ferien ihren ersten Migräne-Anfall bekommen und Anton lag zeitgleich mit einem Keks in der Luftröhre im Krankenhaus. Während der gesamten Zeit hat mich mein Bandscheibenvorfall mit Höhen und mehr Tiefen begleitet. Kurz vor meiner OP hat dann Anton mal wieder Magen-Darm mit nach Hause gebracht, erst mich, dann Olli und zu guter letzt Mia angesteckt. Anfang November hat auch die Hand-Fuss-Mund-Krankheit keinen Stopp vor uns gemacht…ich war die einzige die sich nicht angesteckt hat und Ende November hat uns der nette Norovirus heimgesucht…da hat es ausnahmsweise Olli mal nicht erwischt. Von Antons Nesselsucht, die offensichtlich eine Lebensmittelalllergie ist, erzähle ich schon gar nicht mehr. Und dazwischen hatte Anton etliche Bronchitis, so dass wir Stammgast bei der Kinderäztin waren und gute Freunde unserer Apothekerin geworden sind.

Und weil es noch einen krönenden Abschluss gebraucht haben, hat Anton ein paar Tage vor Heilig Abend eine Lungenentzündung bekommen. Aus einer „einfachen“ Bronchitis wurde eine Lungenentzündung, so dass unser kleiner Mann nun den gesamten Winter auf eine Langzeit-Therapie mit Kortison gesetzt wird, so dass nicht aus jedem Schnupfen eine Bronchitis oder noch mehr wird.

VORSATZ FÜR 2016: Nicht mehr oder nur ganz wenig krank sein…das wäre toll. Ich wünsche mir keinen Ferrari, keine Villa, kein Einhorn…nur Gesundheit!!!

Muttersein

Dezember 9th, 2015

muttersein

Was soll ich nur denken, wenn ich so etwas lese? Klar, ich habe viel aufgegeben, aber das habe ich ja schon gewusst oder erahnt, als die Kinder noch nicht da waren. Und ja, ich habe viiiiiel dazugewonnen, das ich auf keinen Fall mehr missen will: Unendliche Liebe, Gebraucht-zu-werden, strahlende Kinderaugen, Kuscheleinheiten, Bastelarbeiten aus Krippe, Kindergarten und Schule. Und vieles, dass ich vorher noch nicht einmal ansatzweise erahnen konnte und auf was ich bestens verzichten kann: Kranke Kinder, riesige Wäscheberge, Streiterein um unaufgeräumte Kinderzimmer, nichtgemachte Hausaufgaben, kaputte, verlorene oder verlegte Spielsachen, schlechte Träume…

Ich liebe meinte Kinder, aber ich bin auch noch ich selbst. Ich gebe als Mutter alles und habe viele Sachen wie aus dem Handbuch gemacht: lange gestillt, Essen selber gekocht, Rituale eingeführt. Ebenso auch Dinge, die nicht in Ordnung waren, wenn der Geduldsfaden zu kurz war, ich Kummer, Sorgen oder auch Schmerzen nicht zu ernst genommen habe. Und dennoch bin ich ICH selbst und muss auch auf mich achten, nicht all meine Bedürfnis und Wünsche immer hinten anstellen. Und derzeit habe ich einen ganz großen Wunsch: Ich möchte wieder unter die arbeitende Bevölkerung. Meine Kinder sind beide in der Betreuung, ich habe kein schlechtes Gefühl dabei (auch wenn das Herz schon ab und an sehr blutet, wenn ich Anton weinend in der Krippe abgebe, aber ich bekomme immer bestätigt, dass er sich schnell beruhigt und ich weiss, dass man ihm dort mehr an Entertainment bieten kann, als ich oder gelegentliche Spielgruppen das könnten, er aber braucht), ich weiss, dass sie beide jeweils gut aufgehoben und betreut sind.

Und da kommen wir schon zu meinem Problem. Eine unflexible, arbeitswillige 2-fach-Mutter will offensichtlich in der Großstadt München keiner. Natürlich habe ich auch bestimmte Vorstellungen und ich habe meine Ansprüche aber auch schon heruntergeschraubt. Ich möchte 20 Stunden arbeiten, keine Wochenend- und Feiertagsdienste (hatte ich das nach dem Mutterschutz mit Mia und das hat mich fast meine Beziehung gekostet), ich übernehme gerne Verantwortung, bin lernfähig ebenso wie teamfähig und möchte aber keinen allzu langen Arbeitsweg haben. Aber das ist scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit, denn mein alter Arbeitgeber kann mir keinen Job anbieten (dass ich meinen alten nicht mehr bekomme, wurde mir bereits vor dem Mutterschutz gesagt, da ich ja die Arbeitszeit auch reduziere), aber ehrlich gesagt und es ist auch nur eine Vermutung, aber ich glaube, man will mich auch nicht mehr, denn eine wirkliche Alternative kann man mir offensichtlich auch nicht anbieten und jeder Kontakt/jedes erbetene Gespräch muss ich mir erkämpfen. Was also tun? Ich bewerbe mich! Als Reiseverkehrskauffrau mit zusätzlichem Fachwirt habe ich mich schon als Verkäuferin, Sekretärin, Teamasisstentin, Bürokraft…beworben. Aber keine Chance, ich werde noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, sondern bekomme per Mail oder Brief eine Absage. Ich bin ja froh, dass in Zeiten von Online-Bewerbungen überhaupt noch etwas zurückkommt, denn früher als alles auf dem Postweg kamen wenigstens irgendwann die Bewerbungsunterlagen zurück und man wußte: Ok, hat nicht geklappt!

Somit werde ich jetzt reichlich demotiviert und frustriert weiter Bewerbungen schreiben, vorausgesetzt ist finde überhaupt Stellenausschreibungen.

Happy birthday, Anton

November 16th, 2015

Kuchen

Es heisst ja immer, mit Kindern vergeht die Zeit so schnell. Und ich kann das nur bestätigen: Erst haben sie als Säugling die Koliken, dann krabbeln sie, dann ziehen sie sich überall hoch und schwupps laufen sie und es ist ein Jahr oder etwas mehr herum. Und mittlerweile redet Anton soviel, dass uns schon die Ohren bluten. Es ist zwar „Antonisch“, aber wir verstehen zum größten Teil, was er will, meint oder erzählt. Er beantwortet einem Fragen, er stellt mit 2-Wort-Säzten seine Fragen… Er ist einfach schon ein ganz großer Junge und noch dazu jetzt 2 Jahre als.

Wir haben zusammen mit seinem Kumpel Niklas eine große Party gefeiert, da beide am 15.11. Geburtstag haben, hat sich das ja angeboten. Und um genug Platz für unsere rund 30 Gäste zu haben, durften wir freundlicherweise bei uns in der Krippe den Gruppenraum nutzen, da keiner von uns ein Wohnzimmer für soviele Leute hat. Wie es aber der liebe Gott will, ist uns Anton einen Tag vor der Party wieder einmal eingeknickt. Er hat genau wie Mia eine große Tendenz zur spastischen Bronchitis, d.h. er bekommt einen Schnupfen und durch das nach hinten laufende Sekret, machen irgendwann die Lungenbläschen zu und er fängt ähnlich wie bei einem Asthmaanfall an zu keuchen. Er kann dann wunderbar einantmen, aber Ausatmen ist eher ein Herauspressen der Luft. Mit viel Inhalieren und leider auch Asthmamittel und Kortison bekommen wir das immer innerhalb von 2-3 Tagen in den Griff, aber die Zeit hatten wir nicht, sondern nur einen Tag. Und da haben wir ihn so unglaublich gepfegt und gehegt, dass er tatsächlich nach einem Tag wieder fit war, so dass die Feier steigen konnte.

Mias Geschenk Jetzt schon 2Geschenke auspacken

Partyessen